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Genre: Kindermärchen Gebiet: Pelargir/ Minas Tirth Zielgruppe: Kinder Autor: Naadirah Es gab eine Zeit, da waren die Sterne am Himmelszelt nicht nur da um uns in der Nacht den Weg zu weisen, nein, denn es gab eine Zeit in der konnten Sterne herumtollen und Streiche spielen, einer dieser Streiche sollte ihnen aber zum Verhängnis werden und davon möchte ich euch erzählen. Viele, viele Jahre ist es her, bevor der erste Stein der Weißen Stadt gesetzt wurde, sogar bevor Gondolins Glanz durch aller Munde ging. Mittelerde war noch jung und so auch die Sterne. Es gab kleine und große, dicke, gefräßige und kleine, zierliche. Sterne waren stets fröhliche Wesen gewesen, sie wanderten herum und manchmal kamen sie sogar hinunter, zwinkernd plauderten sie fröhlich, denn ihr müsst wissen, dass das Zwinkern die Sprache der Sterne ist. Doch wie gesagt, dass liegt lange zurück. Ihr wollt wissen was geschah? Nun, es gab ein Liebespaar, zwei aus dem Volk der Elben welches selbst noch jung war, Theolin und Ardenitiel. Er war unsterblich verliebt, doch sie zeigte wenig Interesse an dem Gönner, so bestritt Theolin viele Abendteuer nur um Ardenitiel Blumen aus den unwirklichsten Teilen des jungen Mittelerdes zu beschaffen, er jagte die gefährlichsten Tiere und besiegte die grausamsten Bestien. Doch all das langte Ardenitiel und sie schien nicht beeindruckt was den armen Elben traurig machte. Eines Tages fragte er sie, was sie von ihm verlangte und sie sagte, dass sie nicht will das er wegen ihr tötet, dass er Blumen ihrer Heimat entreißt um das sie bei ihr verwelken, der junge Theolin fragte was sie sonst wünschte damit er ihr Herz erobern konnte und sie antwortete ihm, dass sie einen Stern gerne haben möchte, da sie so schönes Licht machen und so lustig sind. Es war nur so daher gesagt, doch wie ihr wisst sind junge, verliebte Männer manchmal etwas zu engagiert. Daraufhin packte er seine Taschen und zog los zu dem höchsten Gipfel, es dauerte Tage bis er endlich ganz oben ankam und hier war er den Sternen ganz nah, er konnte sie ganz deutlich sehen und versuchte sie zu fangen, doch Sterne waren schlau als sie sich noch bewegen konnten und so wischen sie zurück, wenn Theolin in ihre Nähe kam. Nach drei Tagen war er ganz erschöpft gewesen, die Sterne die noch putzmunter waren, machten ihm ein Angebot, wenn er fünf Jahre lang bei ihnen bleiben würde um mit ihnen zu spielen und Geschichten zu erzählen – ihr müsst wissen Sterne lieben Geschichten über alles, deswegen drängen sie sich auch immer vor dem Fenster der Kinderzimmer wenn die Mutter ihrem Schützling eine Gutenachtgeschichte erzählt – dann dürfte er sich einen Stern aussuchen. Der Liebende stimmte in seiner Verzweiflung zu und er hatte wirklich viel ertragen müssen, sie spielten ihm böse Streiche. Oft hoben sie ihn hoch zu sich und ließen ihn fallen nur um ihn kurz vor den Felsen wieder aufzufangen und sie waren unheimlich rechthaberisch und Theolin musste ständig seine Geschichten ändern weil ihnen dieses oder jenes nicht passte. Die Jahre zogen ins Land und jedes Mal wenn Theolin sie verlassen wollte um zu seiner Liebsten zurück zu kehren, sagten sie ihm er solle noch länger bleiben, ansonsten würde kein Stern ihn begleiten und jeder Sterne würde die Haine der Elbenstätten meiden. Theolin empfand das als so schrecklich, dass es immer länger blieb. Fünfzig Jahre zogen ins Land, müde irrte Theolin auf dem Gipfel umher, denn die Sterne hatten den Eingang zu seiner Höhle verschüttet und er suchte nach einem Platz an dem er in Ruhe schlafen konnte, dabei sah er wie ein paar Sterne zusammen kamen und sich erzählten wie die Dame Ardenitiel ihr erstes Kind zu Welt gebracht hatte und alle Sterne wollten es einmal sehen, denn sein Lachen war so fröhlich und seine Augen waren voller Neugierde, dass die Sterne einfach nicht widerstehen konnten. Theolin aber war enttäuscht, er hatte so lange seine Zeit bei den Sternen verbracht um der Schönen einen mitzubringen, doch so viele Jahre waren vergangen, dass jemand anderes ihr Herz erobert hatte. Der Elb war sauer auf sich, dass er sich auf das Spiel eingelassen hatte und stieg vom Berg. Sicher, die Sterne versuchten ihn wieder hinauf zu locken, denn immerhin konnten sie ihn so wundervoll ärgern und er erzählte so schöne Geschichten, doch Theolin war die Lust vergangen und ging in die einsamen Wälder am nördlichen Ende von Mittelerde. Doch all die Jahre haben die Naturgeister, die die Sterne hüten, das Treiben beobachtet und waren erbost über das Verhalten der Sterne und beschlossen diese zu strafen für ihr Benehmen. Sie fanden das Verhalten war gemein und hinterhältig und sie hatten einen der Erstgeborenen in tiefes Unglück gestürzt. Sie hatten Theolin das genommen, was er am meisten begehrte und so wollten sie das gleiche den Sternen antun und verdammten sie dazu am Himmel fest zu sitzen. Von nun an konnten die Sterne nur noch zugucken, aber selbst nichts mehr tun und auch wenn sie versuchten neue Freunde zu finden, die all den Schabernack machen konnten, den die Sterne gerne tun würden, so gerieten sie in Vergessenheit und bald wusste keiner mehr von der Zeit in der Sterne ein schlafendes Kind in die Wange kniffen oder die Vorhänge versteckten um besser in die Zimmer zu schauen. <<< Zurück zur Übersicht |
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