~*Rhaina*~


Volk: Gondorer

Geburtsjahr: 407 D.Z.

Herkunft: Sirion

Beruf: Bäckerin

Information:


Aussehen des Chars :

Rhaina misst genau einen Meter und zweiundsechzig, dennoch würde man nie auf die Idee kommen, sie aufgrund ihrer geringen Größe zu übersehen - dafür ist sie viel zu präsent. Kluge, hellgrüne Augen blicken dir aus einem hübschen Gesicht entgegen, welches von einer Flut glatter, dunkelblonder Haare umrahmt wird. Gebändigt wird die bis auf die Mitte des Rückens reichende Mähne von zwei Zöpfen, welche rechts und links des Hauptes geflochten sind und sich am Hinterkopf vereinen. Dem sinnlichen Mund sieht man an, dass er gerne lächelt.

Rhaina ist zwar schlank, doch vermisst sie die ausgeprägten weiblichen Formen, die andere Frauen zieren (und um die sie sie auch sehr beneidet). Ihr mädchenhafter Körper lässt sie um einige Jahre jünger wirken als sie eigentlich ist, was durch ihr ausgelassenes Wesen noch unterstrichen wird. Sie ist ein Wirbelwind, und dementsprechend sieht sie auch meist aus: die ein oder andere Haarsträhne fällt ihr immer ins Gesicht, die Schürze ist nicht so sorgfältig gebunden wie sie eigentlich sein sollte, und die Haut ist einen Tick dunkler als die anderer Frauen ihres Standes, einfach weil sie nicht viel Wert auf die 'vornehme Blässe' legt. Dafür blitzt der Schalk in ihren Augen, ihr ganzes Wesen sprüht vor Energie, und hört man ihr glockenhelles Lachen so muss man einfach mit einstimmen.

Charaktereigenschaften (Persönlichkeit):

Rhaina ist in einem kleinen Dorf zur Welt gekommen, wo jeder jeden kennt und in dem auch Fremde immer gern gesehen werden (da es ja sonst so wenig Aufregung gibt). Ihre Umgebung hat ihren Charakter merklich geprägt: sie ist sehr offen und aufgeschlossen und geht gern auf die Leute zu, lediglich bei Vertretern anderer Rassen verschlägt es ihr zunächst die Sprache, weiß sie doch nicht, wie sie mit solch fremden Wesen umgehen soll.
Rhaina ist in einem Männerhaushalt aufgewachsen, und das hat ihren Charakter ebenfalls geprägt: sie ist zwar wohlerzogen und höflich und legt auch gute Manieren an den Tag, aber als eine Dame könnte man sie nicht bezeichnen. Dafür lacht sie zu viel und zu gerne, ist zu gerne ausgelassen und schert sich zu wenig um gängige Konventionen – so kam es zum Beispiel, dass sie in der Stadt einmal mit Hosen gesichtet wurde, was ihr von ihrem Onkel eine gehörige Standpauke einbrachte. Als Kind war sie ein Wildfang, war immer mit ihren Brüdern und deren Freunden unterwegs, für Mädchenkram hat sie sich nie sonderlich interessiert. Sie war schon sehr früh selbständig; über die Jahre hat sich ihre Einstellung dann auch allmählich ein wenig mehr dem Weiblichen zugewandt, aber trotzdem würde sie heute noch ihr Geld lieber für einen schön geschnitzten Dolch statt für ein wertvolles Kleid ausgeben. Für Frauen, deren einziges Lebensziel es ist, hübsch auszusehen und sich schnellstmöglich den Mann für's Leben zu finden, hat sie nur wenig Verständnis. Sie lebt lieber in den Tag hinein, unbekümmert und sorglos, aber doch in dem richtigen Maß, um nicht in die Verantwortungslosigkeit abzurutschen.

Rhaina ist freundlich, wenn ihr irgendwas aber nicht passt kann sie sehr schnell ungeduldig werden. Das äußert sich dann in recht schnippischen Kommentaren, wenn sie zu sehr geärgert wird kann sie jedoch auch richtig aufbrausen. Gerade bei Leuten, die ihr am Herzen liegen scheut sich nicht, ihre Meinung zu äußern. Sie ist eine ehrliche Haut, in jeder Beziehung. Das und ihre offene und freundliche Art haben zur Folge, dass sie viele Bekanntschaften hat, denn die meisten Leute mögen ihre Gesellschaft; gute Freunde hingegen hat sie nur wenige, für diese setzt sie sich jedoch kompromisslos in jeder Situation ein. Rhaina ist außerdem sehr unabhängig und weiß genau, wo sie steht und welche Ziele sie verfolgt – selbst wenn sie sich mit ihrer sorglosen Art bei der schnellen Verwirklichung ihrer Ziele oft selber im Wege steht. Wenn sie Streit mit jemandem hat, so räumt sie Missverständnisse und Streitpunkte jedoch schnellstmöglich aus dem Weg, denn solche Situationen sind ihr verhasst. Obwohl sie stolz ist, so weiß sie doch, wo ihre Grenzen sind und entschuldigt sich auch ohne einen Mucks, wenn sie weiß, dass sie im Unrecht war. Andererseits, wenn sie meint sie wäre im Recht, kann sie auch sehr hartnäckig sein - und nachtragend.

Welche Fähigkeiten besitzt Dein Char?

Rhaina ist im Dorf aufgewachsen, und bis auf wenige handwerkliche Dinge, die sie nicht selber herzustellen vermag, selbstversorgend. Das bedeutet, dass sie ein umfassendes Pflanzenwissen hat (einfache Hausmittelchen kann sie zum Beispiel selber herstellen, sie kann Giftpflanzen von essbaren Pflanzen unterscheiden und kennt jede Menge nützlicher Tricks, um sich in der Natur zurecht zu finden), dass sie es versteht, kleine Wildtiere mit Pfeil und Bogen zu erlegen, dass sie fischen und sich im Winter selbst mit Holz versorgen kann. Schwimmen hat sie auch gelernt, und das kann sie auch recht gut.

In der Bäckerstube ihres Vaters hat sie ihr Handwerk gelernt, ihre Gesellenzeit hat sie nun vor kurzem abgeschlossen. Kleine Kopfrechnungen vermag sie auch zu volbringen, eben soviel, wie es für den einfachen Handel notwendig ist. Schreiben kann sie nur ihren eigenen Namen, und lesen kann sie kaum.

Zuneigungen und Abneigungen Deines Chars:

Abneigungen verspürt Rhaina gegen enge, dunkle Räume (ein Trauma aus ihrer Kindheit, wo sie sich aus Versehen beim Versteckspiel für mehrere Stunden in eine Kleidertruhe eingesperrt hat). Ebenfalls hasst sie Wichtigtuer, Leute mit einer großen Klappe und mit nichts dahinter, sowie Leute mit ungenügender körperlicher Hygiene. Pferde mag sie auch nicht; irgendwie hat sie zu diesen Tieren nie eine richtige Verbindung aufbauen können, und daher bevorzugt sie es, Reisen zu Fuß anzutreten, auch wenn es mit dem Pferd deutlich schneller gehen würde. Zuneigung verspürt Rhaina vor allem für ihre Familie und Freunde, die sie nun, da sie ein neues Leben in einer anderen Stadt angefangen hat, sehr vermisst - eine Sache, wo sie schwer mit zu kämpfen hat, obwohl sie eigentlich nicht zu Heimweh neigt. Sie weiß jedoch, wo ihre Wurzeln sind, und dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach eines Tages wieder in ihr Dorf zurückkehren wird. Viel Liebe und Fürsorge steckt sie auch in ihre Arbeit, die sie als eine Art Berufung ansieht und in die sie viel Zeit investiert.

Lebenslauf des Chars:

Vor 21 Jahren wurde Rhaina in Sirion, einem kleinen Dorf südwestlich von Minas Anor, geboren. Sie hat zwei ältere Brüder, sowie einen Zwillingsbruder, zu dem sie ein besonders inniges Verhältnis hat. Ihre Mutter verstarb kurz nach der Geburt der Zwillinge am Kindbettfieber, und so blieb die Erziehung der Kinder dem Vater überlassen, der nach dem Tod seiner Frau nicht wieder geheiratet hat.

Als Kind war Rhaina oft draußen unterwegs, während der Vater zuhause in der Bäckerei gearbeitet hat. Wenn er mal Zeit hatte, nahm der Vater seine Kinder mit auf kleine Ausflüge, auf denen er ihnen alle möglichen Sachen beibrachte: wo man die besten Beeren findet, woran man erkennt, welche Stelle eines Flusses sich am besten zum Überqueren eignet , wie man ein Feuer macht wenn man keinen Zündstein dabei hat, und lauter andere nützliche Sachen. Rhaina wurde dabei wie ein Junge behandelt - was nicht zuletzt daran lag, dass sie sich auch wie einer benahm. Die Jahre vergingen, und schließlich kam der Zeitpunkt, an dem ihre beiden älteren Brüder das Haus verließen, um ihr Glück an anderen Orten zu probieren. Rhaina und ihr Zwillingsbruder blieben zuhause und lernten das Handwerk ihres Vaters, das Backen. Die kleine Stube lief nur mäßig, da das Dorf nur wenig Einwohner hatte und daher der Bedarf an Backwaren nicht gerade groß war. Trotzdem machte ihnen das gemeinsame Arbeiten Spaß, und über Geldmangel hat sich nie einer von ihnen beschwert.

Rhaina fühlte sich jedoch zu Höherem berufen. Sie dachte oft an ihre Brüder, die nun in fremden Städten wohnten, und so sehr auch sie an ihrer Heimat hing, irgendwann packte sie die Reiselust und der Drang, sich ebenfalls selbstständig zu machen.
Der rettende Einfall kam dabei von ihrem Vater selber: unwillig, das junge Ding ganz auf sich allein gestellt in die Welt zu entlassen, schrieb er seinem Bruder Thargalad in Minas Anor, der ebenfalls ein erfolgreicher Vertreter seiner Zunft war. Es wurde mit ihm vereinbart, dass Rhaina zu ihnen kommen sollte, um dort in der Bäckerei auszuhelfen – Thargalads Laden lief gut, und ein paar helfende Hände konnte er immer gebrauchen. Rhaina – immer einfach zu begeistern – war sofort Feuer und Flamme, als ihr Vater ihr seinen Vorschlag unterbreitete: was konnte schon besser sein als Minas Anor, dieser großen Stadt, wo sie so viel neues lernen, sehen und erleben konnte?. So kam es also, dass nachdem sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen waren die junge Bäckerin ihren Weg in Richtung der Weißen Stadt einschlug, wo sie sich schließlich in die Obhut ihres Onkels Thargalad und ihrer Tante Adlanna begab, um ihr Bäckerhandwerk weiterzuführen und zu perfektionieren.

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