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Volk: NúmenorerGeburtsjahr: 404 D.Z. Herkunft: Ein Dorf südlich von Minas Anor Beruf: Astrologin Aussehen des Chars : Wenn es in Mittelerde Engel gäbe, so würde man sagen Naadirah ist engelsgleich. Fließend fallen ihre großen, blonden Locken über ihren Rücken. Ihr Gesicht ist fein geschnitten, die Wangen hoch und meistens liegt auf ihnen eine gesunde Röte. Öffnet sie die Augen, so scheint es, als hätte dort jemand Smaragde eingesetzt, so grün strahlen die Augen. Naadirah ist für eine Frau sehr groß, 179 Zentimeter misst sie, stehen tut sie auf langen, schlanken Beinen. In der Gegend aus der sie kommt, hatte so ziemlich jeder Vater eines Sohnes im heiratsfähigen Alter versucht Naadirahs Vater zu überreden sie zu verheiraten, doch da Naadirah der Stolz ihrer Familie ist, wollte ihr Vater nur den besten Mann für sie, am besten einen Prinzen. Natürlich weiß sie wie sie auf Männer wirkt, wenn sie zu jemanden sagen würde, dass sie sich gar nicht so hübsch finden würde, so würde man es für Heuchlerei halten. So ist ihr Auftreten selbstbewusst und keck – doch keinesfalls arrogant, es sei denn sie beabsichtigt es, falls sie das tut und dann aus Selbstschutz. Gerne zieht sie sich auch körperbetont an, doch niemals wie ein leichtes Mädchen. Sie liebt feine Stoffe, auch wenn ihre Familie sich diese nicht immer leisten kann, doch da sie so viele Verehrer hat, hat sie das ein oder andere Kleid aus Seide in ihrem Kleiderschrank. Wenn man Naadirah das erste Mal erblickt, kommt es einem vor als sähe man am Morgen eine frische Wiese, benetzt mit Morgentau. Ihr Kinn trägt sie oben und ihre Bewegungen sind abgerundet. Sie liebt es zu tanzen und so tänzelt sie auch durch das Leben. Schmuck trägt sie kaum, vielleicht mal ein Kettchen um die zarten Handgelenke, den einzigen Schmuck den sie immer trägt ist eine Kette mit einem Ring daran. Es ist ein ganz besonderer Ring, aus purem Gold und mit Edelsteinen besetzt. Ein Siegel ist darauf zu erkennen, doch jedes Mal wenn sie ihre Mutter danach fragte, wollte diese sich nicht dazu äußern, aber sie trägt ihn immer bei sich, als müsste es so sein. Gerne zieht sie sich auch körperbetont an, doch niemals wie ein leichtes Mädchen. Sie liebt feine Stoffe, auch wenn ihre Familie sich diese nicht immer leisten kann, doch da sie so viele Verehrer hat, hat sie das ein oder andere Kleid aus Seide in ihrem Kleiderschrank. Wenn man Naadirah das erste Mal erblickt, kommt es einem vor als sähe man am Morgen eine frische Wiese, benetzt mit Morgentau. Ihr Kinn trägt sie oben und ihre Bewegungen sind abgerundet. Sie liebt es zu tanzen und so tänzelt sie auch durch das Leben. Schmuck trägt sie kaum, vielleicht mal ein Kettchen um die zarten Handgelenke, den einzigen Schmuck den sie immer trägt ist eine Kette mit einem Ring daran. Es ist ein ganz besonderer Ring, aus purem Gold und mit Edelsteinen besetzt. Ein Siegel ist darauf zu erkennen, doch jedes Mal wenn sie ihre Mutter danach fragte, wollte diese sich nicht dazu äußern, aber sie trägt ihn immer bei sich, als müsste es so sein. Charaktereigenschaften (Persönlichkeit): Naadirah hat viele Gesichter. Eines davon ist offen und fröhlich. Sie hat keine Probleme neue Freunde zu finden oder sich in Gruppen zu integrieren. Sie ist sehr bedacht und redet nur, wenn sie sich sicher ist, was sie sagt. Natürlich, jede Frau plaudert auch mal fröhlich darauf los, doch sie ist eher ruhig, sagt lieber ein Wort zu wenig als zu viel. Sie ist eine Tagträumerin, schon immer hat sie eine Sehnsucht in ihrem Herzen die sie nicht zu stillen weis, so findet man sie oft fern ab von dem Dorf im Gras liegen oder auf einem Felsen sitzen und in die Ferne blicken. Naadirah war immer beliebt, bei den Frauen weil sie so frech und schlau war und genau wusste wie man Männern entgegentreten musste, wenn sie so aufdringlich waren und bei den Männern weil sie geistreich und geheimnisvoll war. Sie ist kein "feines" Mädchen, schon als Kind hatte sie ständig aufgeschlagene Knie und noch heute ist sie für eine Jagd im Heuboden zu haben, auch wenn das noch lange nicht heißt, dass sie weiß wie sie sich zu benehmen hat. Naadirah ist aufgelassen und entflieht nur gerne dem Alltag der ohnehin immer wieder kommt, also warum nicht für ein paar Momente in eine andere Welt tauchen? Sie war auch immer hilfsbereit gewesen, schon in der Schule hat sie den Schülern geholfen die nicht so schnell mitkamen und so hat sie ihre Stube zu Hause Nachmittags immer in ein kleines Klassenzimmer verwandelt, mit einer Tafel um noch mal alles genau zu erklären. Sie war schon immer sehr schlau gewesen und sich für alles interessiert, für die Geschichte Mittelerdes und die Völker, Geografie, Schreiben und Lesen, über die Sterne und ihre Gezeiten. Früh war klar gewesen, dass sie einen Beruf ausüben würde, der viel mit Wissen zu tun hat, auch wenn ihr Vater einmal gehofft hatte, dass sie den Gutshof übernehmen würde, doch Naadirah war immer zielstrebig gewesen und wissensbegierig. Während ihre Freunde auf Festen waren oder sich trafen, saß sie zu Hause und lernte und wurde dafür von vielen bewundert. Auch wenn sie immer gerne mit anderen zusammen war, so wusste niemand so recht was wirklich in ihrem Kopf vorging, manchmal sprach sie von Dingen die für Kinder untypisch waren, wie der Wandel der Welt und der Frieden und die neuen Handelsabkommen er beschaffen würde, doch keiner machte sich darüber wirklich Gedanken, aller dachten es wäre eine Eigenart, doch oft kam sie sich unverstanden vor, als gäbe es niemanden der ist wie sie und sie verstehen würde, der wüsste was sie meint und bei dem sie aussprechen kann was sie denkt. So war sie zwar immer von Leuten umringt, im Inneren aber alleine. Deshalb genoss sie auch immer die Einsamkeit, wie auch Zeit mit Freunden und Familie, manchmal hatte sie das Gefühl, als würde ihr die Decke auf den Kopf fallen und sie müsste einfach raus. Es gab einen schönen Platz, es lag nicht weit weg von dem Gutshof ihrer Eltern, dort war ein Hang von dem aus man nach Osten zu den Bergen blickte, oft kam sie nachts hier her, alleine, doch nicht einsam, es schien als wäre es die Natur, die sie trösten würde, als würde jemand seine schützende Hand über sie legen und sie wusste, sie war nicht alleine. Welche Verhaltensweisen hat Dein Char? Naadirah ist sehr gesellig, sehnt sich aber genau so nach der Einsamkeit. Das heißt, dass sie oft die Gesellschaft anderer sucht, sie geht offen auf andere Leute zu tun und hat keinerlei Vorurteile, viel zu interessant ist es jemanden kennen zu lernen, besonders wenn er von einem anderen Volk ist und sie so mehr über die Kultur erfahren kann. Denn der Grund für Vorurteile – in ihren Augen – liegt darin, dass man einfach nichts von der anderen Kultur weiß und so vieles nicht nachvollziehen kann, doch die Geschichte eines Volkes oder eines Menschen ist so spannend, dass sie am liebsten jeden Menschen in Mittelerde kennen würde. Sie hat einen natürlichen Charm mit dem sie die Menschen in ihrer Umgebung zu verzaubern scheint. Sie lacht gerne und erzählt Geschichten oder singt und tanzt, sie wirkt ausgelassen und fröhlich, zugleich aber auch wie jemanden, den man näher kennenlernen muss, weil es scheint, dass er noch viel mehr verbergt als man zu sehen vermag. Andererseits kann es aber auch sein, dass man Naadirah tagelang nicht zu Gesicht bekommt, weil sie zu Hause sitzt und die Ruhe genießt oder hinaus geht um den Sonnenuntergang zu betrachten. Naadirah ist sehr fürsorglich und stellt ihre eigenen Sorgen dafür gerne in den Hintergrund. Sie mag es anderen zu zu hören und ihnen Trost zu spenden, auch wenn sie sich meistens kein Urteil erlaubt, denn jede Geschichte hat zwei Gesichter und man kann etwas nicht einschätzen, wenn man nicht in der Haut des Betroffenen gesteckt hat. Allgemein hält sie sich meistens bedeckt mit irgendwelchen Aussagen und wenn, dann so, dass man viel darauf interpretieren könnten. Naadirah macht sich nicht viel aus Reichtum, auch wenn sie reich aufgewachsen ist und sie auch heute ein gutes Leben führt, so war ihr Geld nie wichtig gewesen, denn solang man eine Familie und Freunde hat, gibt es nichts was man braucht. Welche Fähigkeiten besitzt Dein Char? Seid frühster Kindheit besuchte Naadirah eine Schule, eine kleine Schule weil es nur wenige Kinder im Dorf gab deren Eltern sich eine richtige Schule leisten konnte, aber immerhin eine Schule. Sie lernte lesen, schreiben und rechnen mit Begeisterung und auch alles andere Wissen schlang sie auf. So weiß sie viel über die Geschichte Mittelerdes, besondere Ereignisse und ehemalige politische Situationen. Doch da sie auf einem Gestüt lebte, bekam sie auch viel von der Landwirtschaft mit, wie man Tiere verpflegt, Felder pflügt und besät, wie man aus Milch Käse und Butter machen kann, wie man aus Wolle Garn spinnt, wie man ein Huhn ausnimmt und all diese Dinge. Doch für die denkenden Dinge hat sie sich immer mehr interessiert. So ging sie mit 15 in die Lehre bei einem Astrologen, einer ihrer Großonkel. Er brachte ihr den Lauf der Sterne bei, wie man sie zu deuten weißt und was sie bedeuten können. Warum manche Sterne heller sind als andere und warum man manche Sterne nur zu gewissen Jahreszeiten sehen kann. Wie die Sternbilder sind und wie man aus den Sternen deuten kann welches Wetter es geben wird oder ob ihr Stand sich gut oder schlecht ausüben kann. Zu diesen Fähigkeiten kommen noch andere hinzu. Seid sie ein Kind ist, kann sie Dinge fühlen, sei es wenn jemand fröhlich ist oder traurig, wenn jemand etwas verbirgt oder ein schlechtes Gewissen hat. Jahrelang wusste sie all diese Gefühle nicht zu deuten und es machte ihr angst, oft verbarg sie sich, in der Hoffnung es würde aufhören, doch es hörte nicht auf, je mehr sie versuchte es zu verdrängen um so mehr spürte sie es. Mit den Jahren lernte sie sich damit ab zu finden, ungewiss ob es ein Fluch oder eine Gunst ist. Auch ereilten sie oft Träume der Wahrheit. Als sie ungefähr sieben Jahre alt war, träumte sie, dass der Stier sterben würde, als sie erwachte rannte sie entsetzt zu ihrem Vater und sagte „Der Stier ist tot! Der Stier ist tot!“, sie beruhigte sich erst als ihr Vater mit ihr hinunter in den Stall ging um ihr zu zeigen, dass er noch lebte. Zwei Tage später starb er. Eine Wunde, die er sich im Kampf mit einem anderen Stier zugezogen hatte, hatte sich entzündet und schließlich zum Tod geführt. Ihr Vater wusste, dass sie das gesehen hatte, doch er sprach nie mit ihr darüber und auch sie versuchte diese Träume nicht so nah an sich heran zu lassen, dass man es ihr anmerkte. Zuneigungen und Abneigungen Deines Chars: Eine chronische Abneigung hat Naadirah gegen Lügner, entweder denke ich etwas und sage es oder es interessiert mich nicht und sage nichts, aber etwas zu sagen, ohne es zu meinen, ergibt für sie keinen Sinn. Naadirah hat eine tiefe Verbindung zur Natur, auch wenn sie diese nicht zu erklären mag, doch wer weiß schon warum er liebt, was er liebt? Gerne verbringt sie Zeit draußen beim Dämmern, dann wenn die Sonne noch nicht ganz erwacht und noch nicht ganz versunken ist. Sie liebt es den Himmel in all seinen Farben zu bewundern und zu sehen wie sich der Tag zur Nacht wandelt und sie von kleinen Leuchten erhellt wird. Sie kann keine Leute verstehen die lange Dinge nachtragen, es muss eine Zeit geben, in der man einfach vergisst und vergibt, denn sonst findet man nie seinen Frieden. Was fürchtet Dein Char am meisten? Was respektiert er am meisten? Auch wenn sie erfahren hat, dass Amira und Furin nicht ihre wahren Eltern sind, so wird sie die immer lieben und respektieren, vielleicht sogar noch mehr, denn die beiden haben sie geliebt und geehrt als wäre Naadirah ihre eigene Tochter gewesen, obwohl sie es nicht ist und wer einem Menschen so viel Liebe schenkt, hat es verdient respektiert zu werden. Lange Zeit hatte sich Naadirah vor ihren Fähigkeiten gefürchtet, sie wusste nicht zu deuten was sie fühlt und da sie niemanden hatte, mit dem sie hätte darüber sprechen können, verzweifelte sie manchmal darin, ungewiss ob Fluch oder Gunst, ungewiss ob sie je ein normales Leben führen könnte. Es gibt nicht viele Dinge die Naadirah fürchtet, sicher hat man Angst davor einen geliebten Menschen zu verlieren, doch es ist unausweichlich, irgendwann werden die alle sterben, sie werden einen Weg gehen, wo immer er auch sein mag, doch kein sterblicher vermag diesen Pfad mit ihnen zu gehen, liebte man sie auch noch so sehr. Lebenslauf des Chars: Naadirah weiß viele Dinge, die vor ihrer Geburt geschahen nicht, doch euch möchte ich diese Geschichte erzählen. Einst gehörte Naadirahs wahre Familie zu einem Stamm der Numenorer aus Haradwaith. Sie waren die Nachfahren derer Numenorer, die im Zweiten Zeitalter der Sonne unter dem Einfluss von Sauron standen und die versuchten Valinor einzunehmen, um ihr recht auf Unsterblichkeit mit Gewalt zu fordern. Doch Melkor hatte sie belogen, nicht das Land verlieh die Unsterblichkeit, sondern es waren die Völker in Valinor, die schon als unsterbliche Völker nach Mittelerde gereist waren. Nach der Wandlung der Welt, in der Numenor zerstört wurde, hatten sich nur wenige Numenorer retten können, die meisten Überlebenden waren jene, die schon auf dem Festland lebten und die dort die großen Häfen errichtet hatten. Während sich ein Teil der Numenorer zu den Königen Gondors und den Waldläufern entwickelten und heute meist als Dunédain bekannt sind, gab es in Haradwaith eine Gruppe von Numenorern, die bis zu dem Ringkrieg und darüber hinaus dem dunklen Herrscher gehorchten. Viele dieser sogenannten „Schwarzen Numenorern“ hatten ihr Blut mit dem der Haradrim vermischt, doch es gab einige Gruppen, die darauf achteten das Blut rein zu halten. Zu solch einen Stamm gehörten auch Naadirahs leibliche Eltern. Doch nach dem Ringkrieg war nicht jeder den schwarzen Numenorern wohl gesonnen und einen Großteil ihrer Macht hatten sie schon vor langer Zeit eingebüßt, denn die Welt hatte sich gewandelt und während man noch vor Hundert Jahren dieses Volk fürchtete wegen seiner Weisheit und auch einer Art von Magie, so sah man zu Beginn des Dritten Zeitalters darin nur noch üble Hexerei. So geschah es, dass viele Stämme der schwarzen Numenorern ausgerottet wurden, auch die Stadt, in der einst Naadirahs Familie lebte, wurde überfallen, doch einige konnten sich retten und flüchteten. Es waren vielleicht zwei Dutzenden Männer und Frauen, die sich ihren Weg nach Westen erkämpften um dort vielleicht ein neues Leben an zu fangen. In der Gruppe waren zwei schwangere Frauen gewesen, zwei Großcousinen. Als sie Minas Tirith erreichten und als einfache Reisende in die Stadt gelangten, standen beide kurz vor der Geburt, eine der beiden Frauen gebar ihr Kind dort, doch starb sie im Kindsbett. Ein Neugeborenes war natürlich Ballast für die Gruppe gewesen, denn es war wichtig, so schnell es geht, so weit wie möglich zu fliehen. So setzten sie den Jungen aus, in der Hoffnung, er würde eine Familie finden, die ihn aufnahm um ein Leben zu führen, dass seine wahre Familie ihm nie hätte geben können. Noch in der gleichen Nacht zogen sie weiter, sie waren auf dem Weg nach Pelargir um dort ein Schiff zu nehmen, dass sie an das westliche Ende von Mittelerde bringen sollte, doch auf dem Weg dort hin, begannen die Wehen der anderen Schwangeren. Es war eine schwere Geburt, ohne wirkliche Heilmittel und ohne wärmendes Feuer, trotzdem überlebte sie und gebar eine Tochter. Schweren Herzens musste auch sie sich von dem Kind trennen. Nicht weit von dem Lager, war ein Gutshof. Mitten in der Nacht klopfte die junge Mutter an die Tür und bat die Herrin des Hauses ihre Tochter zu nehmen. Amira, die Herrin des Gestüts, war nun schon einige Jahre mit ihrem Mann verheiratete gewesen, doch bislang kinderlos und so nahmen sie das Kind an sich. Dieses Kind war Naadirah. Den Namen bekam sie übrigens von ihrer Mutter und sie bat Amira sie ebenfalls so zu nennen. Das einzige, was sie ihrer Tochter, die sie wohl nie wieder sehen würde, vermachte, war der Ring mit dem Siegel ihrer Familie. So begann Naadirahs Leben. Aufgewachsen ist sie in dem Glauben, dass Furin und Amira ihre wirklichen Eltern waren, sicher, sie hatte sich schon gefragt woher ihr Name kommt, da er für Gondor nicht gerade üblich war, aber Kinder machen sich nicht lange über so etwas Gedanken. Das Gutshof ihrer Eltern lag bei einem kleinen Dorf, nicht weit weg von Minas Tirith und Pelargir. Ihr Vater reiste oft in die Städte um seine Waren zu verkaufen und natürlich wollte Naadirah ihn stets begleiten, sicher, immer durfte sie natürlich nicht mit, aber ab und an nahm er sie schon mit auf seine Reisen. Sie liebte Minas Tirith seid ihrer Kindheit. Jedes Mal wenn sie die Stadt in der Ferne erblickte, schien es als würde sie mit ihr reden, ihr Geschichten erzählen, von all dem was sie schon erlebt hat und es war ein Gefühl des „Nach Hause kommens“, auch wenn sie es als kindliche Fantasie abgetan hatte. Naadirah war schon immer aus der Masse heraus gesprungen, sie war bildhübsch und dazu noch sehr schlau. Da sie das einzige Kind von Amira und Furin war, steckten die beiden alle ihre Liebe in sie und unterstützen sie wo immer sie konnte. Man schickte sie auf die Dorfschule, auch wenn sie oft das Gefühl hatten, dass sich Naadirah dort langweilte und selbst anfing die anderen Kinder nachmittags Unterricht zu geben. Immer wenn Furin in einer Stadt war und etwas Zeit hatte, brachte er Naadirah Bücher mit und egal was für Bücher es waren, sie verschlang es. Trotzdem war sie ein aufgewecktes Kind gewesen, die half auf dem Gutshof und interessierte sich für alles was ihr vor die Nase kam, sie fing so gar an wissenschaftliche Erklärungen zu suchen, warum Blumen in der Nacht ihre Knospen schließen und sie am Morgen wieder öffnen – kein normales Kind macht sich darüber Gedanken, es ist einfach so, doch Naadirah wollte immer wissen wieso. Das Haus war immer voll mit Kindern gewesen, denn die meisten besaßen nicht so viel Platz um ein Dutzend Kinder darin zu verstauen, doch Amira mochte es, wenn das Haus so belebt war. Sie feierten Geburtstage oder wenn sie in der Schule gelobt wurden, sie erfanden sogar ihre eigenen Feiertage und schmückten die Stube mit Blumen der Jahreszeit. Es war eine schöne Zeit gewesen und sie wuchsen alle zusammen auf. Irgendwann wurden aus den Kindern junge Erwachsene und die Jungs, mit denen sich Naadirah früher noch im Heuboden gewälzt hatte, hatten nun ganz andere Augen für sich. Viele Verehrer reisten von weiter her um Furin um die Hand seiner Tochter an zu halten, doch seine Tochter war sein Augenstern und sie würde sie nicht an irgendjemanden geben. Als sie 14 Sommer alt war, begleitete sie ihren Vater mal wieder nach Osgiliath. Er führte sie durch die Stadt und sie kamen an einem Laden vorbei, auf dem Schild stand „Astrologe – Sternenleser“, ihre Neugierde war geweckt und sie ging hinein. Der Mann dem dieser Laden gehörte war Drinian, ihr Großonkel väterlicherseits, und er erzählte ihr von den Sternen und ihren Bedeutungen. Fast den halben Tag verbrachte sie bei ihm, fragte ihn aus und erklärte was sie darüber dachte und am Ende fragte er sie, ob sie nicht bei ihm in die Lehre gehen wollte. Drinian erkante ihr Talent und ihr Wissen und war fasziniert von dem hübschen Mädchen, was alles wissen wollte. Anfangs war Amira dagegen gewesen, sie wollte ihr kleines Mädchen nicht so weit weg von der Heimat haben, es dauerte Wochen bis sie sich geeinigt hatten und schließlich erlaubten sie ihrer Tochter nach Osgiliath Astrologin zu werden, mit der Bedingung, dass eine Amme sie begleiten würde. So begann sie die Lehre als sie 15 war. Drinian brachte ihr alles bei was er wusste, wie man Sternenkarten lesen und erstellen kann, wie man die Himmelsrichtungen selbst bei Wolken in der Nacht finden kann und wie man Dinge in den Sternen sehen kann. Welche Bedeutung die Sternenbilder hatten und wie sich die Sternenkreise zusammensetzten. Viele Leute kamen zu ihnen, damit sie die Sterne für ihre Neugeborenen lasen, Naadirah weiß bis heuet nicht so recht ob sie es wirklich in den Sternen liest, oder ob es ihre feine Intuition ist, die aus ihr Sprach, doch sie sagte den Leuten Dinge, an die sie selbst nicht glaubten, bis sie geschahen und so verdiente sie sich viel Respekt, nicht nur bei Drinian. Mit 20 Jahren kehrte sie nach Hause zurück, sie hatte Empfehlungsschreiben von Drinian die sie in den Himmel lobten, ihr Ziel war es nach Minas Tirith zu gehen. Als sie wieder zu Hause war, lernte sie Panian kennen. Er hatte einiges von seinem Geld in den Gutshof investiert um ihn ausbauen zu können. Er war ein Großhändler aus Pelargir, 31 Jahre alt. Er wurde der Grund, warum sie die Weiterreise nach Minas Tirith verschob. Viel Zeit verbrachten sie zusammen und nach einigen Wochen verliebten sie sich und gaben es zu. Ihr Vater, der gedachte hatte nie den richtigen Mann für sie zu finden, war begeistert, er mochte Panian und als dieser ihn fragte, ob er Naadirah heiraten dürfte, willigten Furin ein. Für Naadirahs war es eine de glücklichsten Zeiten ihres Lebens, er würde den Hof übernehmen, wenn Furin nicht mehr konnte und er würde ihr ein guter Ehemann sein. Sie Hochzeit war für den Spätsommer geplant, noch zwei Monate lagen vor ihnen. An diesem Abend war sie bei Bahar gewesen, eine alte Schulfreundin sie gerade ihr zweites Kind zur Welt gebracht hatte. Es wurde spät, denn die beiden Freundinnen hatten sich viel zu erzählen. Plötzlich bekam Naadirah ein Gefühl der Angst und Wut. Verwirrt entschuldigte sie sich und sagte sie müsse nach Hause. Leise schlich sie in den Hof und zu dem Gemach ihres Verlobten, sie öffnete die Tür und erblickte Panian mit einer Magd im Bett. Sie weinte nicht und war auch nicht wütend. Warum soll man um jemanden weinen, der nicht der richtige Partner für’s Leben war? Denn wenn er das gewesen wäre, dann hätte er es nicht gemacht und lieber sie fand jetzt heraus, dass er nicht für sie bestimmt war, als nach der Hochzeit. Dafür übernahm die Wut ihr Vater und schmiss ihn fluchend aus seinem Haus. Sie blieb noch ein paar Monde in dem Haus ihrer Eltern. An dem Tag vor ihrer Abreise nach Minas Tirith, fragte sie ihre Mutter nach dem Ring, den Naadirah stets bei sich trug. Bisher waren ihrer Eltern deswegen immer aus dem Weg gegangen, doch sie wollte die Wahrheit erfahren. Amira gestand ihr, dass sie nicht ihr eigenes Kind war und dass eine Frau sie bei ihr abgegeben hätte. Nun verstand Naadirah einige Sachen besser und egal was geschehen würde, Amira würde immer ihre Mutter bleiben. Es war erleichternd für sie gewesen nun mehr zu wissen und machte sich mit neuen Gedanken nach Minas Tirith auf. Das Schreiben von Drinian half ihr bei einem Astrologen an zu fangen, doch nach wenigen Monden, bekam sie eine Einladung von den Astrologen, die für den Hof arbeiteten. Natürlich war sie überrascht, aber auch aufgeregt, man hatte von ihrer Arbeit gehört und fragte sie, ob sie nicht in der Sternenwarte arbeiten wollte. Ehrlich, wer würde so ein Angebot ablehnen? Nicht nur das Geld und der Ruhm lockten sie, nein, dort in der Astrologischen Anstallt hatte man ganz neue Möglichkeiten sein Wissen zu bereichern und eine Woche nach dem Treffen, fing Naadirah dort an. Sie gab ihr Zimmer bei Verwandten auf, da sie sich nun eine Wohnung leisten konnte. Von da an erstellte sie Sternenkarten, stellte Annormaalyen fest, sagte der königlichen Familie und anderen bedeutenden Familie sie Zukunft ihrer Kinder voraus und wurde dafür reich belohnt. Was könnten andere an deinem Char mögen oder nicht mögen? Nun, so manche Männerherzen hat sie schon gebrochen und sicher werden einige ihrer alten Verehrer nicht mehr so begeistert von ihr sein. Doch ist sie ein liebesvolles und fürsorgliches Wesen und kümmert sich um andere mehr als sich selbst. Einige werden ihr Fähigkeiten, auch wenn diese von der Astrologie getarnt werden, fürchten und ihr deshalb aus dem Weg gehen, denn aus der angst der Menschen, entsteht meistens Hass. <<< Zurück zur Übersicht |
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