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Herkunft: Pelargir Alter: 8 Jahre Aussehen des Chars : Michel ist etwas zu klein für sein Alter und wirkt durch seinen schmalen Körperbau leicht unterentwickelt. Er hat strahlend blaue Augen, die durch sein meist beschmutztes Gesicht, wie Nachleuchten hervor blitzen. Seine strohblonden Haare sind gewöhnlich glatt, doch in jetzigen Zeiten meist verfilzt, denn Michel besitzt keinen Kamm. Michels Kleidung lässt zu wünschen übrig, sie besteht lediglich aus ein paar ausgetretenen Lederschuhen, einer teils durchlöcherten Hose und einem blassgrauen Hemd, welches auch schon bessere Zeiten erlebt hatte. Zum Schutz vor der Kälte nachts, trägt er außerdem einen schwarz-grauen Wollumhang um die Schultern, der ihm bis zu den Füßen reicht, da er eigentlich für einen Erwachsenen gewebt wurde. Allgemein, lässt sich feststellen, dass sein Äußeres nicht besonders gepflegt wirkt und dass ist auch einer der Gründe, warum man Michel wenig Ansehen oder gar Mitleid entgegen bringt. Charaktereigenschaften (Persönlichkeit): Einst war Michel ein sehr aufgewecktes Kind, mit viel Sinn für Schabernack und im Grunde immer fröhlich und wissbegierig. Das harte Leben in Armut und Obdachlosigkeit hat ihn hat ihn mehr geprägt, als es eigentlich gut ist und er ist reifer geworden als andere Kinder im gleichen Alter. Natürlich gibt es auch Momente, in denen er einfach Kind ist, ein kleiner Junge der es ebenso liebt zu spielen oder einfach nur Dummheiten zu machen, doch diese werden immer seltener. Durch das Verhalten, dass ihm nahezu täglich entgegen gebracht wird, verhält er sich meist respektlos und übermäßig frech gegenüber Erwachsenen. Er macht ihnen insgeheim den Vorwurf, dass die Schuld sein an seiner Lage und das Verhalten seiner Eltern, denn er glaubt oder bildet sich ein (um die eigenen Schuldgefühle zu verdrängen), dass die Erwachsenen einfach vergessen, wie es ist ein Kind zu sein. Diese Gedankengänge sprechen ebenfalls für seine Reife als erst 8jährigen Jungen. Er glaubt, dass auf den Erwachsenen eine Art Fluch liegt und sie eines Tages dafür bestraft werden. Michel nimmt also selten ein Blatt vor den Mund und sagt meistens offen was er denkt und fühlt, ebenso zu den Kindern, denn damals als er noch in Pelagir gelebt hat, haben viele ihn gehänselt, denn er war auch damals immer ein Stück kleiner als seine Gleichaltrigen. Wo das Verhalten gegenüber den Menschen gestört ist, ist es gegenüber Tieren umso intensiver im positiven Sinne ausgeprägt. Michel liebt alle tierischen Wesen Mittelerdes, zumindest die, die ihm bis Dato begegnet sind. Er kann keinem Tier etwas zu Leide tun und sei es noch so klein. Oft hatte er sich schon in Schwierigkeiten gebracht deswegen, denn er hasste es wenn Tiere ihrer Freiheit beraubt wurden. Ein kleines Beispiel für seine Liebe zu Tieren: Kurz nachdem er von zu Hause fort lief, kam er an einem Gutshof vorbei und sah einen kleinen , ziemlich abgemagerten Hund. Dieser war an einer viel zu schweren Kette (die beinahe größer als das Tier selbst war) festgemacht worden. Eine armselige Gestalt und Michel konnte die Traurigkeit in dessen Augen in seinem Herzen spüren. Michel blieb lang auf dem Hof und versteckte sich auf dem Heuboden, den der alte Gutsherr glücklicherweise nicht aufsuchte in dieser Zeit. Doch brachte er sich ständig in Gefahr, da er dem Hund etwas zu Fressen besorgte. Eines Nachts schließlich, befreite er ihn und der Hund, denn er von da an "Puk" nannte folgte ihm, ohne auch jemals angeleint zu werden, Michel auf Schritt und Tritt. Zuneigungen und Abneigungen Deines Chars: Michel ist viel zu sehr mit Hass erfüllt. Hass aus die Erwachsenen, denen er sein "Schicksal2 vorwirft. Eigentlich ist es eher eine Projektion auf seine Eltern, insbesondere auf seinen Vater, denn er war es, der ihn misshandelt hatte und das und die Flucht seiner Mutter sind alleinige Ursache seiner verzwickten Lage. Ohne es auch nur bewusst wahrzunehmen ist Michel ständig im Zweifel mit sich selbst. Einerseits liebt er sein "freies", nahezu "rebellisches" Leben, anderseits sehnt er sich im Innersten seines kleinen Herzens nach einem zu Hause und der Geborgenheit einer Familie. Doch am stärksten schlägt sein Herz für die Tiere, insbesondere für Puk, für denn er alles hergeben würde. Wenn er etwas zu essen "besorgt" , steht Puk immer an erster Stelle, selbst dann, wenn er selbst leer aus geht. Lebenslauf des Chars: Im Jahre 22 des VZ. Wurde Michel an einem sonnigen Morgen von Mutter Rosalia geboren. Sein Vater Hamfred, Hastalotssohn, Schreinermeister Pelagirs, war mächtig stolz auf seinen Jüngling. Michel wuchs bis zu seinem 5. Lebensjahr sehr fürsorglich und liebevoll auf, viele Kinder der Stadt beneideten ihn um seine Eltern. Doch als Michel schließlich das 5. Lebensjahr erreicht hatte, änderte sich plötzlich sein ganzes Leben auf einen Schlag. Wie ein großes Mauerwerk, stürzte alles um ihn ein. Sein Großvater Hastalot, starb plötzlich und Hamfred traf dieses sehr schwer, zu sehr hing er an seinem Vater. Seit diesem Tag an, sprach er deutlich weniger, wurde mürrisch und besuchte letztendlich jeden Abend das kleine Gasthaus des Dorfes. Dort ertrank er seine Trauer im Bier oder anderen Gebräu und wenn er spät abends nach Hause kam, ließ er all den losgelösten Frust an seiner Familie aus, insbesondere an Rosalia, die er nicht selten grün und blau schlug. Auch Michel wurde schwer misshandelt, doch am Schwersten war für ihn die Flucht seiner Mutter. Rosalia wollte weiterleben und hatte panische Angst, dass Hamfast sie eines Tages umbringen würde. Da sie noch nicht wusste wohin sie flüchten sollte., deswegen ließ sie Michel vorerst zurück , um ihn so bald wie möglich nachzuholen. Der Fehler war nur, dass sie Michel nie, über ihr Vorhaben unterrichtete und er sich einfach nur im Stich gelassen fühlte. Ein Jahr verging ohne seine Mutter und es gab Ereignisse, die man einem Kind, niemals wünschte und die kleine Kinderseele fast zerstörte. Nicht dass er 'nur' misshandelt wurde, nein sein Vater machte nahezu einen Sklaven aus ihm, der alles im Haus und Geschäft erledigen musste, gleich ob er es wollte oder nicht, ansonsten drohte ihm Essensentzug oder Schläge. Die Monate vergingen und Michel entwickelte immer mehr Hass auf seinen Vater, sowie auf seine Mutter, die ihm einfach im Stich gelassen hatte (so glaubte er). So beschloss er eines Nachts, seinen Vater zu verlassen. Er wartete ab, bis dieser wieder das Gasthaus aufsuchte und machte sich, mit seinen wenigen Habseligkeiten und viel zu wenig Nahrung, die ihm geblieben sind, davon. So verließ er den schrecklichen Ort, den er nie wieder sehen wollte. Drei tage und drei Nächte lief er durch die Wildnis Gondors, bis er schließlich völlig entkräftigt über eine Anhöhe kam und die 'weiße Stadt' erblickte. Da fasste Michel neuen Mut und blickte völlig fasziniert auf diese Stadt, die so majestätisch, ja nahezu unnahbar auf ihn wirkte. Er wartete bis zum Einbruch der Nacht und schlich nahe an die große Stadtmauer. Zu seinem Glück fuhr gerade ein fahrender Händler mit Ross und Wagen durch das Stadttor. Kurz bevor, dieser das Tor passierte sprang Michel mit seinen letzten Kräften auf den Wagen und versteckte sich zwischen Kisten und Säcken. In einer dunklen Gasse, nahe des ersten Ringes, sprang er schließlich wieder ab und versteckte sich im Schatten der großen Häuser. So kam Michel schließlich nach Minas. Das ist jetzt über ein Jahr her hat sich sein leben kaum zum Guten gewendet. Denn er fand kein heim und lebt seit dem auf dem Pflaster der Straßen in dunklen Gassen, immer auf der Hut vor der Stadtwache. Sein einziger Freund ist Puk, sein kleiner Hund. Nach vielen kalten Nächten, auf den Straßen der Stadt fand er schließlich einen kleinen Unterschlupf, nicht größer als eine gewöhnliche Transportkiste, die sich abgelegen in einer dunklen Gasse des 4. Ringes befindet. Dort richtete er sich und Puk ein 'zu Hause' ein und hielt es versteckt vor den Augen der Erwachsenen. Seit dem bestielt er die Händler der Stadt um sich und Puk zu versorgen und bis heute wurde er nie dabei erwischt. Sein Geschick im stehlen wird von Tag zu Tag ausgereifter. So lebt Michel heute in der weißen Stadt, der Stadt der Könige in seinem kleinen Unterschlupf, immer auf der Hut vor den 'bösen großen', so wie er sie nennt. <<< Zurück zur Übersicht |
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