~*Meneal*~

Volk:Mensch/Gondorianer

Herkunft: Minas Tirith

Alter: 28 Jahre

Information:


Aussehen des Chars :

Meneal ist großgewachsen und muskulös, was seine Arbeit als Schmied so mit sich bringt. Er hat schulterlanges dunkelblondes Haar, dass meist wirr umherfliegt. Besonders auffallend sind seine stechend grünen Augen, die manchmal wirken, als würden sie nicht in dieses Gesicht gehören. Sein Gesicht ist schmal und wohlgeformt, seine schmalen Lippen meist zu einem charmanten Lächeln verzogen. In der Regel trägt er einfache Lederhosen, Stiefel dazu und wollene Hemden, in der Schmiede arbeitet er oftmals auch mit bloßem Oberkörper. Zudem besitzt er noch einen ledernen Mantel, der von Elben gefertigt wurde und Meneals ganzer Stolz ist.

Charaktereigenschaften (Persönlichkeit):

Meneal ist ein lebensfroher und zumeist fröhlicher Mensch. Er ist gerechtigkeitsliebend, verabscheut eigentlich den Krieg, auch wenn er Waffenschmied ist, und hat einen ausgesprochenen Sinn für Menschen. Er ist ein grundehrlicher Mensch und sagt jedem, was er denkt, ins Gesicht, ohne dabei daran zu denken, was für Folgen das haben könnte. Unter Umständen schlägt bei ihm aber die Trotzigkeit und der Jähzorn durch, den er sich unter der harten, strengen Ausbildung durch seinen Vater angeeignet hat. Meneal ist nicht sehr ordentlich, um nicht zu sagen chaotisch, doch seine Aufträge führt er trotzdem stets pünktlich und gewissenhaft aus. Und es gibt nicht wenige, die von Meneal behaupten, er sei ein charmanter Verführer und ein Frauenverführer, was er aber vehement abstreitet. Seinen Freunden gegenüber ist er loyal und treu.

Welche Fähigkeiten besitzt Dein Char?

Meneal ist gelernter Waffenschmied, er hat dies Handwerk von seinem Vater übernommen und ist von ihm sehr streng, aber gut darin ausgebildet worden. Er eifert ein wenig jenen Waffenschmieden der Elben nach, die kunstvolle Schwerter anfertigten. Doch auch wenn es ihm nicht gelingt, solche Schwerter herzustellen, sind seine Waffen gut und nützlich. Auch hat er gelernt, selbst mit dem Schwert umzugehen, doch nutzt er das nur zur Verteidigung.

Zuneigungen und Abneigungen Deines Chars:

Er hat ein Faible für das schöne Geschlecht, auch wenn er stets abstreitet, einen Frauenheld zu sein. Er liebt das Feuer und das Spiel damit, die Gefährlichkeit der Flammen und die Kraft, die selbst Eisen zum Schmelzen bringt. Krieg und Gewalt dagegen verabscheut er, auch wenn ihm bewusst ist, dass dies im Gegensatz zu seinem Beruf steht. Ebenso kann er krakeelende und randalierende Trunkenbolde nicht ausstehen.

Lebenslauf des Chars:

Meneal ist in Minas Tirith geboren und aufgewachsen. Sein Vater war Hylades, ein Waffenschmid, seine Mutter die feingeistige Artalan. Schon von frühester Kindheit an erzog sie ihren einzigen Sohn, aber ebenso auch die beiden jüngeren Schwestern, zu Elbenfreunden, da sie der festen Meinung war, in ihrer Ahnenreihe selbst Elben vorzufinden. Hylades hatte dafür wenig übrig und begegnete seinem Sohn eher mit Strenge und Härte.
Als Meneal sieben Jahre alt war, verließ Artalan über Nacht Minas Tirith und nahm ihre beiden Töchter mit. Für Meneal ein schwerer Schlag, hing er doch sehr an seiner Mutter und auch an seinen Schwestern. Zudem wurde er danach oftmals als 'Sohn der Verrückten' verspottet, die auszog, die Elben zu suchen. Fortan kümmerte sich einzig und allein Hylades um seinen Sohn und nicht selten ließ er ihn seinen Frust und seinen Kummer über den Fortgang seiner Frau spüren.
Schon bald begann Meneal, in der Waffenschmiede seines Vaters mitzuarbeiten und entdeckte seine Liebe zu Feuer und der Begeisterung für das Handwerk eines Schmieds. So fiel es ihn denn auch um so leichter, als sein Vater von ihm forderte, das Handwerk zu lernen. Er stellte sich geschickt an und lernte schnell, in der Hoffnung, so ein wenig Zuneigung von seinem Vater zu erfahren, doch Hylades fiel es schwer, seinem Sohn den Stolz zu zeigen, den er empfand.
Je älter Meneal wurde, desto häufiger gerieten er und Hylades aneinander. Meneal gefiel es nicht, daß sein Vater ihn immer noch herumkommandierte, als sei er ein kleines Kind, und jede seiner Arbeiten akribisch kontrollierte. Als sich der Tag, an dem Artalan gegangen war, zum zehnten Mal jährte, eskalierte der Streit und Meneal verließ den Vater ebenfalls.
Monatelang zog er umher, auf der Suche nach seiner Mutter und seinen Schwestern, doch die schienen wie vom Erdboden verschluckt. Niemand konnte ihm Auskunft geben, niemand kannte sie oder hatte sie je gesehen. Langsam begann Meneal schon selbst zu zweifeln, daß er sie jemals wieder sehen würde.
Aber schließlich ... Ein Jahr, nachdem er Minas Tirith verlassen hatte, begegnete er einem jungen Elben namens Vanimedlë, der ihm erzählte, jenseits des Langes Sees gäbe es eine Stadt, in die sich die Menschen flüchteten, die sich nach der Unsterblichkeit und Schönheit der Elben sehnten. Es wäre wahrscheinlich, daß Meneal dort auch seine Familie finden würde. Gemeinsam machten die beiden sich auf den Weg dorthin und während der langen Strecke freundeten sie sich an. In einer bitterkalten Nacht in den Bergen rettete Vanimedlë seinem Freund das Leben, indem er ihm seinen ledernen Mantel schenkte. Meneal schwor daraufhin, mit seinem Leben für das seines Freundes einzustehen.
Schon bald sollte sein Schwur auf eine harte Probe gestellt werden. Unweit des Langen Sees gerieten die beiden Reisenden in Gefangenschaft einer Horde Räuber. Ihr Anführer behauptete, der Mann von Meneals Schwester zu sein und ihn zu ihr zu führen. Ohne zu Zögern stimmte Meneal zu. Der Kerl verschleppte ihn in den Wald und plünderte ihn dort aus, ließ ihn dann verletzt liegen. Er schleppte sich zu jener Stelle zurück, wo die übrigen Räuber Vanimedlë mit einem Dolch in der Brust zurückgelassen hatten. Unter Tränen bat er ihn um Verzeihung, dann brachte er den leblosen Körper seines Freundes zu den Elben am Langen See.
Meneal blieb nicht, um abzuwarten, ob Vanimedlë überlebte, zu tief saß die Verbitterung, daß er in der Stunde der Not nicht zu ihm gehalten hatte. Alleine machte er sich auf die Suche nach jener Stadt, von der Vanimedlë gesprochen hatte, fand sie auch, jedoch mußte er erfahren, daß Artalan und ihre Töchter schon vor Jahren die Stadt verlassen hatten, auf der rastlosen Suche nach etwas, daß sie selbst nicht wußten.
So kehrte Meneal schließlich nach mehr als drei Jahren nach Minas Tirith zurück, keinen Tag zu früher. Die Trauer um den Fortgang seines Sohnes hatte Hylades altern lassen. Meneal eilte an das Sterbebett seines Vaters und gab ihm das Versprechen, seine Waffenschmiede fortzuführen. Bevor Hylades starb, sagte er ihm noch, daß er stolz auf seinen Sohn sei. Seitdem führt Meneal das ruhige Leben eines Waffenschmieds in Minas Tirith, wie es sein Vater für ihn vorgesehen hatte und wie es ihm selbst am besten gefiel. Auch wenn er sich manchmal fragt, wie es seiner Mutter und seinen Schwestern wohl ergeht, so ist er doch zufrieden mit dem, was er hat.

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