~*Lianth*~

Name: Faron alias Lianth alias Lethart - Lescourt / ? Volk: Dunédain

Geburtsjahr: 406 D.Z.

Herkunft: Rohan

Information:


Aussehen des Chars :

Meist ist er in schlichter unauffälliger Kleidung gehüllt.
Das schulterlange Haar ist dunkelblond und leicht gewellt.
Durchdringend blickt er einem mit den dunkelblauen Augen in die Seele. Seine Ausstrahlung wirkt geheimnisvoll und mächtig, ohne dabei überheblich zu wirken. Siehst du ihm in die Augen, erkennst du einen tiefen schwarzen Brunnen, der gefüllt ist von dunkel prägenden Erfahrungen. Seelenschmerz und Trauer verbergen sich hinter der bewegungslosen und kühlen grazilen Mimik, gepaart mit der Gleichgültigkeit, mit der er auf bestimmte Situationen herabsehen kann.

Das Gefühl zu sich selbst besteht zwiespältig aus tiefem Selbsthass und narzistischer Liebe.
Er liebt die Gefahr, wenn er mit seinem eigenem Schicksal spielen kann, dem Tod gegenüberzustehen, unwissend, ob er ihn besiegen wird, nur um das Leben vor Adrenalin in seinen Adern pulsieren zu hören. Schmerz zu spüren, um die längst vergessene tote Seele wieder zu beleben.

Familie

der erstgeglaubte Vater


Er ist ein Mann, dessen Großväter noch den Krieg in den Gebeinen haben.
Mit seinen nun 47 Jahren ist er noch immer als selbstständiger Schmied in Rohan tätig. Er ist sehr leicht zu erzürnen, nachdem sein Famillienglück durch Lianth, den er für seinen Sohn hielt, jenes brach.
Er wurde ernst und verbittert, trank des öfteren einen über den Durst, woraufhin seine Aggressionen sich Luft machten. Er musste zusammenhalten, was in der Famillie noch zu halten war. Alles was diesem im Wege stand, musste aus dem Weg geräumt werden, oder verdrängt.

Er wollte sich nicht nochmal alles kaputt machen lassen, nicht noch einmal, nachdem er als Kind erlebt hatte, wie seine Famillie Stück um Stück mehr zerbrach und er nur ohnmächtig zusehen konnte.

Mutter


Seine Mutter Elena ist heute 40 Jahre alt und im Haushalt tätig. Sie ist eine labile Frau, der im Leben nur wenig positive Bestärkung und Anerkennung zuteil wurde. Schon als Kind lernte sie sich vor ihrem strengen Vater in acht zu nehmen. So schaffte sie es bis heute nicht, die Unstimmigkeiten innerhalb der Famillie zu beseitigen, oder gar ihren Mann zu verlassen. Sie liebte ihren ersten Sohn Faron (Lianth), den sie von einem Dunedain in Minas Tirith bekam, kam jedoch nicht gegen den bösartigen Willen ihres Ehemannes an, den Sohn, der nicht ihm gehörte aus der Famillie zu treiben. Mit dem dritten Kind (Eothain) unter dem Herzen fühlte sie sich von ihrem Mann abhängig. Hatte sie doch nie etwas beruflich gelernt, was ihr den nötigsten Boden für sich und den Kindern geschaffen hätte.
Im Grunde genommen ist sie eine gute Frau, im unreinen mit sich selbst und ihrem Gefühl zu sich, gefesselt an ihren zornigen Ehemann, so dass sie bei dunklen Taten oftmals die Augen verschloss.

Halbschwester Leanhy


Leanhy ist heute 20 Jahre jung. Sie lebt noch bei der Famillie mit Töchterchen Lena und ihrem Mann Cenwe. Allerdings wurde ihr im vorrigem Sommer ein Häusschen auf de Grundstück der Lescourts gebaut, indem sie nun hausen kann. Mit 17 Jahren hat sie in einer Färberei als Gehilfin gearbeitet, gelernt und es sich zum Beruf gemacht.
Lianth hat mit Leanhy 3 Jahre in der Famillie gelebt. Zu einer Zeit, als die Sterne noch hell über ihnen leuchteten. Tief in sich trägt er die Erinnerung an sie noch irgendwo vergraben.

Halbbruder Eothain


Er ist jetzt 17 Jahre alt und lebt nach der Gefangenschaft in Gorgorfela wieder in Dol Banred. Ihn hat er als Bruder in der Famillie nicht kennengelernt, da zum Zeitpunkt seiner Vertreibung Mutter Elena Eothain gerade unter dem Herzen trug. Als dieser jedoch in seiner Gefangenschaft lebte, entdeckte er dessen Tagebuch, indem er seinen Zunamen las.
Er kann für ihn nur nicht wahrhaben wollenenden Neid und Hass empfinden, verbirgt sich doch tief in seiner Seele die Angst seit dem Kindheitstrauma, dass er wegen des Kindes unter Mutters Herzen (Eothain) weggeschickt wurde.

Halbbruder Thoral


Thoral ist mit 16 Jahren der jüngste der Famillie und derjenige, der vom Vater die meiste Beachtung und Anerkennung bekommt.
Er stieg in die Fussstapfen des Vaters, indem er dabei ist die Schmiedekunst zu erlernen. Die ganze Hoffnung des Vaters liegt in ihm. Der Grund?
Nur bei diesem Sohn besaß er das Vertrauen, das es sein eigener ist.
Thoral genoss die meiste Fürsorge und Anerkennung.

Ziehvater


Androlin ist die wirkliche Famillie für Lianth gewesen, selbst wenn er nicht der richtige Vater Lianths ist und er ihn nur unter seiner Obhut streng aufzog. Androlin selbst ist ein dunkel mächtiger Mann gewesen, der auch der Herr des Feuers genannt wurde, da sein streben darin lag, den Menschen die in Dörfern und Städten lebten, mit einem gewaltigen gelegtem Feuer in Angst und Schrecken zu versetzen. Streng erzog er Lianth, der diesen Namen von ihm bekam, und den er für seinen toten Sohn ersetzte.

Welche Fähigkeiten besitzt Dein Char?

Überleben unter schwersten Bedingungen/ Schwertkampf/ geschärfte Sinne

Ich muss....durch...halten...
Kalte Dunkelheit umhüllte ihn. Der Boden war steinig und feuchtkalt. Regungslos lag der vom Übungskampf geschundene Körper zittrig auf dem kalten Boden.
Durchhalten...aber...ich kann nicht mehr...
Stufen weiter hinauf öffnete sich die schwere Kellertür. Ein schwacher Lichtschein fiel hindurch, hinab auf Lianth, der vor Schwäche nicht hinaufsah.
"Was ist, wirst du nun wieder kämpfen?!", ertönte Androlins Stimme gebieterisch und kaltherzig.
Lianth jedoch schwieg. ...Ich kann nicht mehr kämpfen...
"Schwach, sehr schwach!" Wieder verstrich ein stiller Moment, ehe Androlin fortfuhr.
"Wie du willst, ich habe kein Problem damit dich hier verhungern und verdursten zu lassen! Wie ein Weib liegst du da und das schon seit 3 Tagen! Schande! Sehr schwach mein Sohn, willst du etwa so elendig den Tod finden?" Stille...
Lianth schwieg weiter. Androlin fuhr in weit aus verbitterten und lauterem Tonfall weiter.
"Ein Krieger kann niemals einfach so auf dem Schlachtfeld aufgeben!"
...Ich wünschte ich könnte...aber ich kann nicht mehr kämpfen...die Wunden....
Lianth wagte es nicht um Wasser zu betteln, er wusste das Androlin ihn hier sterben lassen würde, wenn er nicht bald Kraft fand, um den Kampf gegen seinen Cousen fortzuführen, einem erfahrenen und ihm weit aus überlegenen Schwertkämpfer. Ich muss aufstehen...!

"Eins sage ich dir Lianth!!! Wenn du hier unten stirbst, warst du es niemals Wert unter meiner Obhut zu leben und von mir zu lernen!!"
Androlin machte Lianths schweigen und Schwäche zunehmend rasender.
Es war wieder einer dieser Prüfungen, die Androlin ihn unterzog, wobei es um Leben und Tod ging; und darum sein Gefühlsleben Stück um Stück einfrieren zu lassen. "Gestorben mit 13 Jahren, wie armselig! Und ich dachte es würde der Tag kommen, andem du so weit bist um mich herauszufordern!"
Die schwere Kellertür flog zu und Totenstille kehrte wieder zurück in die Dunkelheit. Nur sein schwerer Atem war zu hören und seine unendlich lauten Gedanken, die in seinem Kopf umherspuckten.
Doch plötzlich erklang das Geräusch eines aus der Scheide gezogenen Schwertes. ...Er ist noch hier...wozu zieht er sein Schwert?...
Er hielt den Atem an, vielleicht würde er nun durch seine Klinge sterben. Schwere Schritte kommen die Stufen hinab und nähern sich seinem regungslosem Körper. Er wird mich töten...dann ist es vorbei...aber...nein...ich will ihn nicht enttäuschen...
So wie er ihn hasste, so liebte er ihn auch, denn Androlins Macht verlieh auch Lianth bei der kleinsten Anerkennung ein Gefühl von Selbstwert.
Die Schritte verstummten, etwas strich durch die Luft und sauste mit unbarmherziger Schnelligkeit auf Lianth zu. Androlins Klinge sauste auf ihn nieder und würde ihn in sekundenschnelle das Leben kosten...doch sie prallte lauthals auf seine erhobene Klinge hinab.

Klirrend fiel ihm die Klinge aus der Hand, jedoch hatte sie gerettet was er längst aufgegeben glaubte, sein Leben...sie hatte Androlins Hieb abgewehrt. Im letzten Moment war ein Funken an Lebenswille in ihm entflammt, der ihm die nötige Kraft gab, die er eigentlich nicht mehr besaß, um diesen Hieb in der Dunkelheit abzuwehren. Stolz blickten Androlins Augen auf ihn herab, auch wenn sie in der Dunkelheit nicht sehen konnten. Viele Herzschläge vergingen, in denen absolute Stille herrschte. Dann steckte Androlin sein Schwert zurück in die Scheide, verdeckt gehalten von seinem schwarzen Mantel. "Ich möchte das du ihn besiegst Lianth, auch wenn du dein Leben dabei lassen wirst, du wirst ihn besiegen hast du mich gehört!?" Lianth schwieg abermals, kämpfend mit den tiefen Wunden, die er durch den "Übungskampf" mit seinem Cousen Courlen erhalten hatte und welche nun durch die Kraftaufbringung erneut geballt schmerzten. Schmerzen, die ihm bald die Sinne raubten.
"HAST DU MICH GEHÖRT???!!"
"...Ja..."

Lebenslauf des Chars:

Unter einem unglücklichen Stern wurde Lianth in einer kalten stürmischen Nacht in Rohan, einem kleinen Dorf namens Eras geboren. Es war eine schwere Geburt für Elena, bei der sie viel Blut verlor. Umso glücklicher war sie, als sie ihren ersten Sohn in den Armen hielt.

Er erhielt den Namen Faron und wuchs unter liebevollen Händen auf.
Besorgniserregend waren für Elena die blauen Augen und das helle Haar, welches weder sie noch ihr Mann hatten. Tief in ihrer Seele wußte sie, das sie dies noch ins verderben bringen würde. "Aber mein Liebster, mein Großvater mütterlicherseits hatte helles Haar und blaue Augen..."

Mit Sätzen wie diese stellte sie ihren Mann ruhig, dem die Unähnlichkeit zwischen ihm und dem Jungen im zunehmendem Alter aufstieß.
Irgendwann jedoch zermürbte Elena das schlechte Gewissen dermaßen, das sie ihrem Mann offenbarte, was er niemals hätte hören sollen.
"Kurz bevor wir uns kennengelernt haben, da....da gab es noch einen anderen Mann, ein hoch angesehener Mann aus Minas Tirith, der weißen Stadt..."

Das Licht erlosch und es herrschte Dunkelheit.
Wolken zogen sich zusammen, um zu beweinen das Begräbnis der jungen Seele, ER setzte seine Maske herab und entfaltete seine wahre Persönlichkeit, gab das Kind in andere Hände, welche es warfen in des Brunnen- Leere, was niemals fand ein Ende...

So wurde Faron mit 5 Jahren aus der Famillie verbannt und geriet in die Hände Androlins, der Faron wie seinen eigenen Sohn aufzog. In seinem gewaltigen Herrenhaus was tief im verborgenem lag, in dem dunkle Pläne geschmiedet wurden, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Er lehrte ihm das dunkle Denken und Machenschaften. Er liebte ihn wie sein eigen Fleisch und Blut, auf seine Art und Weise.
Oftmals unterstand Faron, der von ihm den Namen Lianth erhielt schwere Prüfungen, die ihn das Leben kosten konnten. Kaltherzig unterwarf Androlin Lianth diesen Prüfungen, mit der Gleichgültigkeit wenn dieser sein Leben dabei lassen würde. Doch wenn er sie bestand, so fühlte sich Androlin bestärkt und in seinem Tun den Jungen einst aufgenommen zu haben bestätigt. Ein Gefühl nachdem er süchtig wurde. Ein unendliches Machtgefühl auch aus Lianth mehr rausholen zu können, als er eigentlich geben konnte. Ein Gefühl die Macht zu haben mit dem Leben zu spielen und über dessen Grenzen hinausgehen zu können.

´"Nur das durchleben der Hölle macht uns stark hörst du mein Sohn?" raunte er ihm dunkel zu. Im Schein des Kerzenlichts sah Faron die schwarzen Augen seines Vaters auf sich herabblicken. Das dunkle Haar strich er sich nach hinten, wonach er in seine Mantelinnentasche griff.
Ein dunkles lächeln stahl sich von Androlins Lippen.
"Heute ist dein Geburtstag."
Er kniete sich zu Faron herunter, der stumm auf seinem Bett saß und zog eine kleine glasklare leuchtende Kugel aus seiner Tasche hervor.
Androlin reichte sie dem Jungen, aus dessen Gesicht schon lange jegliche Lebensfreude gewichen war.
Während Faron die Kugel abwesend in die Hand nahm und betrachtete, umschloss Androlin plötzlich seine Hand mit der seinen. Mit großen ungewissen Augen was nun folgen würde, sah Faron ihn erschrocken über diese schnelle Geste an.
"Und nun schütteln wir sie und sehen genau hin Faron!"
Wie von Zauber fielen kleine weiße Schneeflocken in der Kugel auf einen Friedhof herab, in dessen Mitte ein Kreuz größer als all die anderen stand. Als Faron wie gebannt von dem kleinen Schauspiel in die Kugel sah, erblickte er auf diesem Kreuz einen Namen... "F...a....r....o....n", formten seine Lippen die Buchstaben sehr leise und langsam zu einem Wort.
"Alles Gute zum Todestag Faron." ertönte Androlins Stimme finster, woraufhin ihm ein dunkles Lachen entsprang.
"Du wirst heute sterben, denn nur durch den Tod kann neues Leben entstehen...unzwar Lianth!"....´

Eine kindliche Seele gewachsen in dunklen Gemächern - verdorben.
Nach Androlins Fall war Lianth auf sich selbst gestellt.
Mit völlig verdrehten Vorstellungen und Werten musste er fortan durch eine Welt, die ihm jahrelang enthalten geblieben ist. In dieser Welt, die normal war, fand er sich nicht im Einklang wieder. Verloren fühlte er sich und versuchte wieder auf seinen Pfaden zu wandeln - bis er etwas innere Ruhe und ein Gefühl von Zuhause, im Piratenleben fand. Nach der Auflösung dessen, befindet er sich nun wieder auf der Suche, der Suche nach einem Leben, mit dem er umgehen kann. Mit Felvaer zog es ihn zurück nach Dol Banred, eine zuvor oft von ihm beraubte Insel. Selbst wenn er nicht weiß wie es weitergehen soll für ihn, so verfolgt er doch ein Ziel, was ihn noch in dieser scheinbar normalen Welt aufrecht erhält. Er will seinen Bruder Eothain finden, um von diesem Wissen über seine Ursprungsfamillie zu erfahren....doch es kommt anders. Eothain ist nicht auffinbar und er haust mit Felfaer in Alfiriels Haus. Sie erfahren das Erchamion und Xerxaya tot sind, womit für Lianth der Halt seines Lebens weggbricht-seine Familie- So beschliesst er jegliche Erinnerung zu verbannen, selbst in Dol vermag er nicht mehr zu verweilen, so dass er sich auf den Weg nach Minas Tirith macht, gefolgt von Alfiriel.



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