~*Hannea Yassariel*~

Volk:Mensch/Rohirrim

Herkunft: Edoras

Alter: 26 Jahre

Information:


Aussehen des Chars :

Hannea ist wie alle Yassariel-Schwestern nicht allzu groß, nur etwas über 150cm und sieht wie ihre Schwestern absolut nicht wie eine Rohirrim aus, da das Erbe ihres Vaters sich durchsetzte, dessen Familie aus den südlicheren Gefilden Gondors stammt und deren Blut sich wohl auch mit südländischem vermischte, denn seine Augen sind wie Hanneas nicht hell, sondern dunkel, beinahe schwarz. Auch ihre dichte, schwarzen Haare stammen vom Vater, dafür der blasse, fast etwas milchige Teint von der Mutter, die ansonsten ihr rohanisches Erbe eher an die Söhne und nicht an die Töchter weitergab. Die dunkle Mähne umrahmt ihr schmales Gesicht und fließt glatt und weich über ihre Schultern bis beinahe zum Ansatz ihres Gesäßes hinab.

Glücklicherweise bekam sie die schlanke, zierliche Figur von ihrer Mutter und nicht den eher stämmigen Körper des Vaters. So ist sie nicht so knabenhaft entwickelt wie ihre Schwester Fenwyn, aber auch nicht so kräftig wie Cawryn. Die Natur hat die Rundungen an die richtigen Stellen gesetzt, nirgends zuviel und nirgends zuwenig, so dass ihr Körper eine sehr feminine Ausstrahlung besitzt, was sie selber nur zu gut weiß und auch nutzt.

Ihre Stimme hat einen leicht rauchigen Unterton und sie kann mit den Stimmlagen spielen, mal charmant und verführerisch, mal zynisch und verletzend klingen. Wenn sie in Rage gerät, verliert sie aber gelegentlich ein wenig die Kontrolle über ihre Stimmlage.

Ihre Bewegungen sind stets anmutig, da sie sehr darauf achtet, nicht wie ein Bauerntrampel zu wirken. Hannea bevorzugt einen strikt weiblichen Kleidungsstil, niemals würde sie wie ihre Schwestern in Hemd und Hose schlüpfen, um wie ein Mann daherzukommen. Daher trägt sie beinahe ausschließlich Kleider in den verschiedensten Farben, so sieht man sie mal in rot, dann in violett, in Naturtönen wie grün und braun oder auch in weiß. Dazu legt sie gerne Schmuck an, Halsketten, die das Dekolletee betonen, Armreifen, Ringe und Diademe, wobei sie einen eher schlichten Stil pflegt und es nicht protzig mag.

Nur wenn sie sich doch einmal auf ein Ross schwingen muss, sieht man sie dann doch einmal in Hosen.

Charaktereigenschaften (Persönlichkeit):

Über diesen soll noch nicht so viel verraten werden, aber soviel sei gesagt: wundert euch nicht, wenn sie euch für die verwöhnte Tochter daherkommt, die sie nun einmal ist. Stört euch am besten gar nicht an ihrer furchtbaren Arroganz und unerträglichen Überheblichkeit, die sie zumindest denen gegenüber an den Tag legt, die im Stande unter ihr stehen und ihr nicht in irgendeiner Art und Weise nützlich sein könnten.

Aber ihr dürft glauben, dass sie auch anders sein kann, es muss sich nur jemand befleißigen, sie kennen zu lernen und auch, ihr ein wenig Anstand und Mäßigung beizubringen.

Welche Fähigkeiten besitzt Dein Char?

Wenn man einmal ehrlich ist, kann Hannea eigentlich nicht besonders viel, wenn man einmal davon absieht dass es nicht selbstverständlich ist, lesen, schreiben und rechnen zu können sowie über eine gewisse Bildung zu verfügen. Alles was ihr über das Führen eines Haushaltes beigebracht wurde, beherrscht sie allenfalls mäßig, weil diese Dinge sie langweilen und sie zudem der Meinung ist, für derlei Tätigkeiten seien schließlich Mägde und Knechte da. So kann sie zum Beispiel weder kochen noch nähen und hat auch keinerlei Verlangen es zu lernen.

Das Reiten beherrscht sie zwar recht gut, vermeidet es aber, wenn es nur geht, denn in ihren Augen stinken Pferde hauptsächlich gegen den Himmel und seien allenfalls dazu zu gebrauchen, vor eine Kutsche gespannt zu werden.

Obwohl ihre Stimme einen durchaus angenehmen Klang hat und ihre Mutter alles tat, diese zu vervollkommnen, beherrscht sie auch diese Kunst nicht richtig, da sie sich nie Mühe gab. Ebenso verhält es sich mit dem Tanz, den die Mutter liebte und ihr vermitteln wollte.

Sie wäre niemals in der Lage, sich alleine durchs Leben zu schlagen, was ja auch nie ihr Ziel war. Vielmehr lag ihr immer viel daran, in eine angesehene Familie einzuheiraten. Allerdings steckt mehr in ihr, als man ihr zutrauen würde, wenn es einmal wirklich hart auf hart käme, denn zum einen beherrscht sie die Dinge, die man ihr in der Lehrzeit im Handel der Familie beibrachte, ja durchaus, sie hat nur keine Lust dazu, zum anderen zeigt sie unter gewissen Umständen schon Ehrgeiz, wenn dieser herausgefordert wird.

Lebenslauf des Chars:

Hannea wuchs als zweites von insgesamt sechs Kinder einer durchaus angesehen, wenn auch nicht übermäßig reichen Händlerfamilie in Edoras auf (man merke: angesehen, aber nicht schwerreich, woher sie also ihren Dünkel nimmt, weiß sie wohl nur selber). Der Vater betrieb und betreibt noch immer ein Handelsgeschäft mit Tabakwaren und Alkoholika. Aufgrund der vorzüglichen Verbindungen nach Bree, wo ein alter Freund aus alten Tagen einen einträglichen Handel aufgebaut hat, bezieht man aus dem Auenland nicht nur gängige Tabaksorten, sondern auch immer wieder einmal eine neue Anpflanzung und ist anderen Tabakhändlern so oft eine Nasenlänge voraus. Aus dem Süden Gondors, wo noch immer ein Zweig der Familie der Yassariel lebt und arbeitet und ein Vetter ein Weingut bewirtschaftet, schafft der Vater Wein heran, allerdings ist diese Sparte bei weitem nicht so einträglich wie der Tabakverkauf. Gelegentlich bezieht er auch ein paar Fässer Met oder Bier von Brauern der Stadt und seiner Umgebung, aber dies zumeist nur Geschäftsfreunden zuliebe, die -typisch Rohirrim- diese Getränke dem Wein vorziehen. Seltener gelingt es ihm, aus ferneren Gegenden Wein, Bier oder Met heranzuschaffen, die dann als Spezialitäten angepriesen werden, obwohl seine Verbindungen in viele Gefilde exzellent sind, da die Yassariels sich im Laufe der Jahre über ganz Mittelerde verstreut haben.

Hanneas Kindheit und frühe Jugend waren recht unbeschwert und mangelte ihr wie ihren Geschwistern nie an etwas, der Wohlstand der Familie reichte nicht für alle Dinge des täglichen Lebens aus, sondern erlaubte es zudem, allen Kindern eine gewisse Bildung angedeihen zu lassen. Neben Rechnen, Schreiben und Lesen erlernte Hannea wie alle Yassariel-Sprösslinge auch die Grundzüge des Handelns und des Führens der Bücher für ein Geschäft. Interessiert hat sie sich im Gegensatz zu ihrem ältesten Bruder Durmon (28), der aber eine andere Richtung einschlug und -ganz Pferdemann- inzwischen ein Gestüt außerhalb von Edoras führt, ihrer Schwester Cawryn (24), die es nach Tol Galdeon zog, wo sie ihr eigenes Geschäft eröffnen will, und dem Bruder Ferlon (22), der ausgebildet wird, um in die Fußstapfen des Vaters zu treten, für die Welt des Handels aber nie wirklich. Das Kaufen und Verkaufen, das Herausschlagen von guten Preisen lag ihr nie nahe. Aber auch jene Dinge, die ihre Mutter Ninva ihr beibrachte oder beibringen wollte, das Führen eines Haushaltes, die Erziehung von Kindern, Tanzen, Singen und Reiten, begeisterten ihr Herz nie. Obwohl eine Rohirrim, fand sie selbst zu Pferden nie eine rechte Verbindung.

Dafür aber interessiert sie sich sehr für das Wissen, sie sog geradezu alles auf, was ihr Lehrer und Gelehrte nur beizubringen vermochten über die Natur und wie sich die Dinge darin verhalten, die Geschichte Mittelerdes, das Leben anderer Völker und die Geschehnisse in fernen Ländern. Zu ihrem eigenen Leidwesen blieb das allermeiste davon stets graue Theorie, da zum einen die Eltern auf derlei Gedanken ablehnend reagiert hätten, zum andern sie selber auch nie den Mut gefunden hätte, ganz alleine Edoras und ihre Familie zu verlassen, um durch die Lande zu ziehen und ihr Wissen zu erweitern. Mit zunehmendem Alter ließ dieses Interesse auch nach, da es nie dazu kam, dass etwas davon in die Praxis umgesetzt wurde.

Außer Durmon, Cawryn und Ferlon lebten in der Familie noch Fenwyn (19), die Rebellin, die sich auf den Weg nach Meedy Weedow gemacht hat, in Hanneas Augen ein verkorkster Charakter, und die Nachzüglerin Mavea (15), die noch nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen will, dafür aber der Sonnenschein aller ist.

Ein Bruch erlebte die Familie, als die Mutter, Hannea war gerade 13 geworden, bei einem Reitunfall unter nie ganz aufgeklärten Umständen ums Leben kam. Der Vater musste alle Selbstbeherrschung aufbieten, nicht der Trauer um sein geliebtes Eheweib zu verfallen. Hannea selber verspürte lange eine tiefe Niedergeschlagenheit, doch war ihre Verbindung zur Mutter nie so liebevoll, wie sie ohnehin außer zum Vater zu keinem in der Familie, außer zu der kleinen Mavea vielleicht, jemals sehr eng wurde. So erholte sie sich recht schnell vom Tod Ninvas.

Die Jahre vergingen und Hannea vergaß immer mehr, dass sie einmal davon geträumt hatte, Edoras zu verlassen und die Welt zu erkunden. Die Handelsgeschäfte des Vaters interessierten sie nicht und so half sie dort, nachdem ihre Lehrzeit beendet war, nur ungern aus und nur wenn es sein musste. So richtig einen Sinn bekam ihr Leben nie, sie führte das Leben der Tochter eines recht anständig verdienenden Vaters und kümmerte sich ansonsten um wenig. Männer, die sich um sie bemühten, gab es nicht wenige, aber keiner war gut genug. Er mit 24 lernte sie einen Soldaten aus Minas Tirith kennen, angeblich ein höherer Offizier. Ob sie Leron Tassien, so heißt er. wirklich im Grunde ihres Herzen liebt, kann man eher bezweifeln, aber immerhin empfindet sie Sympathie für ihn. Und natürlich für seinen Stand und das Geld seiner Familie. Leron tauchte in regelmäßigen Abständen auf und warb um sie, dann verschwand er wieder, um seinen Beruf nachzugehen. Vielleicht war es dieses etwas geheimnisvolle Gebaren, dass Hannea reizte und so gab sie schließlich seinem Werben nach. Nach einigen Monaten, Leron kam und ging wie zuvor, vermählten sie sich. Ein halbes Jahr später brach das Ehepaar nach Minas Tirith auf, da Leron dort einen Posten bei der Stadtwache antreten müsse.

Leider musste Hannea nur kurze Zeit später feststellen, dass sie wohl auf einen Schwindler hereingefallen war. Fand sie es während der Reise schon befremdlich, dass sämtliche Kosten aus der Mitgift ihres Vaters bestritten wurden, so musste sie eines Morgens feststellen, dass ihr lieber Ehemann des Nachts verschwunden war und sie alleine zurückgelassen hatte. Alles, was von Wert und transportierbar war, den Beutel mit Geld und ihren Schmuck etwa, hatte der feine Leron natürlich mitgehen lassen. Allein die Kutsche mit einem der beiden Pferde fand sie noch vor.

Hannea musste dem Wirt des Gasthauses die Kutsche zu einem Schleuderpreis verkaufen, um die Unterkunft bezahlen zu können. Und nun befindet sich nur noch wenig Geld in ihrer Börse, dafür aber umso mehr dumpfe Wut in ihrem Herzen, die sie antreibt, möglichst schnell nach Minas Tirith zu gelangen, um dort mit dem Herrn Tassien abzurechnen, denn aus irgendeinem Grund ist sie sicher, ihn dort finden zu können. Natürlich ist ihr bewusst, dass der Mann nicht dort sein wird, aber eine andere Idee hat sie derzeit nicht. Nach Edoras zurückzukehren kommt für sie nicht in Frage, solange der Zorn in ihr tobt. Zudem verbietet ihr Stolz ihr, einfach so nach Hause zu gehen und beschämt das Geschehene zuzugeben.

Aber wenn man ehrlich ist, viele werden ihr dieses Schicksal gönnen und denken, dass es nicht unbedingt die falsche getroffen hat. Aber vielleicht öffnet ihr das Geschehene ja ein wenig die Augen.

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