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Volk:Sindar Herkunft: Düsterwald Alter: 526 Jahre Aussehen des Chars : Caladhiel ist 1,78m groß, und wie die meisten Elben von schlanker, beinahe graziler Statur. Ihre dunkelblonden Haare fallen ihr in glatten Strähnen bis auf die Mitte ihres Rückens, in der Sonne leuchten sie in einem tiefen Gold. Schaut man genauer hin, so erkennt man unter Umständen auch die etwas angespitzten Ohren, die unter den blonden Strähnen hervorlugen. Unter fein geschwungenen Brauen blicken dir kastanienbraune Augen unter langen, dunklen Wimpern entgegen. Die hohen Wangenknochen betonen Caladhiels schmales Gesicht, und ihrem roten Mund sieht man an, dass er gerne lächelt. An Kleidung bevorzugt Caladhiel einfache Hemden und Hosen in Grün- und Brauntönen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie sich im Laufe ihrer Wanderschaften der Einfachheit halber daran gewöhnt hat. Aber auch in der Töpferstube ist ihr die einfache Kleidung dienlich, denn sie behindert sie nicht bei der Arbeit. Nur selten trägt Caladhiel Kleider, und wenn, dann ist es meist zu besonderen Anlässen. Wenn Caladhiel draußen, unter Menschen, unterwegs ist, so kommt es oft vor, dass sie sich ihren Kapuzenumhang überzieht, um ihr Gesicht (und nicht zuletzt ihre Ohren) vor Blicken zu schützen. In diesen Zeiten, in denen Elben so rar gesehen werden, kommt es gerne schon mal vor, dass sie auf der Straße angestarrt wird - und nicht alle Reaktionen sind freundlich. Caladhiels Stimme ist sanft und melodisch, und erhebt sich fast nie im Zorn. Dafür ist ihr Lachen ist kristallklar und wirkt auf andere sehr ansteckend. Sie ist eine sehr gute Sängerin, und hat sich auf ihren Reisen nicht selten mit dieser Gabe ihren Lebensunterhalt verdient. Charaktereigenschaften (Persönlichkeit): Caladhiel ist eine eher ruhige Person, die sich nicht sehr nach Aufmerksamkeit sehnt. Sie lehnt Gesellschaft nicht ab, im Gegenteil, sie hat gerne Leute um sich herum, doch sie hat auch nichts dagegen, für sich allein zu sein. In einer Gruppe verhält sie sich meist still, aber nicht unaufmerksam, und redet nur, wenn sie auch wirklich etwas Gutes zu sagen hat. Sie lacht sehr gerne, denn es fühlt sich befreiend an und gibt ihr ein Gefühl der Zugehörigkeit mit den Menschen, die sie umgeben. Unter Ihresgleichen galt sie als sehr abenteuerlustig, alleine weil sie es vorzog, in Mittelerde zu bleiben. Aber Caladhiel sucht weder das Abenteuer noch die Gefahr: sie liebt es einfach, zu reisen, und bleibt nie mehr als ein paar Jahre am gleichen Ort. Sie weiß selber nicht, woher diese Rastlosigkeit kommt; ab einem gewissen Punkt spürt sie in ihrem Inneren, dass es Zeit ist, weiterzuziehen. Sie ist eine sehr selbstständige und selbstbewusste Person, durch das Wandern abgehärtet, auch wenn man es nicht auf Anhieb merkt. Viele unterschätzen sie deswegen, merken aber recht schnell, dass Caladhiel sich sehr wohl zur Wehr setzen kann. Nur selten ist Caladhiel traurig. Ihre Eltern und Geschwister sind sicher in Aman, sie selbst ist unabhängig und an niemanden gebunden. Selbst wenn es in einer neuen Stadt nicht so gut läuft lässt Caladhiel nicht den Kopf hängen: es gibt so viele Städte, so vieles noch zu sehen, warum sollte sie sich da grämen? Sie lebt in der Gegenwart, auch wenn ihre Gedanken oft noch an ihrem alten Leben hängen. Trotzdem kommt es schon mal vor, dass sie sich einsam fühlt und sich nach Ihersgleichen sehnt. Diese Stunden verbringt sie meist für sich alleine draußen in der Natur, wo sie von keinem gestört werden und ihren eigenen Gedanken nachhängen kann. Caladhiel ist eine aufmerksame Zuhörerin und fällt anderen Leuten niemals ins Wort, weniger aus Schüchternheit, sondern eher, weil sie jeden Schritt und jedes Wort überdenkt. Über die Jahre hat sie sich dieses Verhalten antrainiert, der Umgang mit Menschen hat sie gelehrt, vorsichtig mit ihrer Wortwahl zu sein. Drum bleibt sie auch ruhig, wenn es mal zum Streit kommen sollte, und dass sie mal ausrastet kommt so gut wie nie vor. Aus demselben Grund tritt Caladhiel neuen Bekanntschaften auch eher nüchtern entgegen: sie ist freundlich, doch wirkt sie auf die meisten Menschen auch ein wenig distanziert. Es fällt ihr meist recht schwer, neue Bekanntschaften zu schließen, weil die Leute oft nicht wissen, wie sie an sie herantreten sollen. Caladhiel ist sehr naturverbunden; dies ist auch der Grund, weshalb sie in Mittelerde blieb, statt mit ihrer Familie über das Meer zu segeln. Sie liebt das Land über alles, und im Gegensatz zu vielen Elben, die sich eher für das Meer begeistern, liegt ihre Liebe in den Wäldern und in den Bergen - ein Grund, weshalb sie sich entschieden hat, nach Minas Tirith zu kommen. Lebenslauf des Chars: Caladhiel wurde vor 526 Jahren, im Jahre 2525 des Dritten Zeitalters als zweite Tochter von Idhrenion und Maerwen, beides Sindar-Elben, in den Hallen König Thranduils im Düsterwald geboren. Ihre Kindheit verlief glücklich, sie hatte viele Freunde und genoss eine gute Ausbildung, abgeschottet von den Ereignissen, die sich im Rest Mittelerdes abspielten. Die meiste Zeit verbrachte sie in den Hallen des Waldelbenkönigs, in den Düsterwald ging sie damals als Kind so gut wie nie. Erst später, als junge Erwachsene mit Kenntnissen im Bogenschießen, verließ sie des öfteren die Hallen, um gemeinsam mit anderen ihres Volkes den Wald zu durchstreifen. Diese glückliche Zeit währte aber nicht lange: nach und nach wurde der Einfluss von Dol Guldur im Wald immer mehr bemerkbar, und mit ihm zogen sich die Elben immer mehr in den unmittelbaren Umkreis ihrer Hallen zurück. Als Caladhiel ihre schulische Ausbildung abgeschlossen hatte, ging sie bei einem Freund ihrer Eltern in die Lehre. Schon immer hatte es sie fasziniert, Sachen zu erschaffen und unter ihren Händen zu formen, deshalb war die Arbeit in der Töpferei genau das richtige für sie. Sie war eine aufgeweckte Schülerin, immer bereit, dazuzulernen, und so gestalteten sich ihre Lehrjahre als einige der glücklichsten ihres Lebens. Mit Eruadan, dem Töpfermeister, kam sie sehr gut zurecht, und er förderte sie wo er nur konnte. So kam es auch, dass als ihre Ausbildung vorbei war, sie in der Töpferstube blieb und als reguläre Angestellte dort weiterarbeitete. Schon immer hatte Caladhiel sich gefragt, wie es denn wohl außerhalb ihres Umfeldes aussehen möge. Große Reisen hatte sie nie unternommen, lediglich kurze Ausflüge nach Dale und Esgaroth. Sie liebte diese Ausflüge über alles, denn sie gewahrten ihr einen kleinen Einblick in den Rest der Welt, der aus so viel mehr bestand als nur aus Wald und kleinen Bächen. Die Menschen faszinierten sie ebenso, und im Gegensatz zu vielen Leuten ihres Volkes umgab sie sich gerne mit ihnen. So kam es, dass die Reiselust in ihrem Inneren immer mehr aufkeimte, so sehr, dass sie in den Hallen der Waldelben manchmal das Gefühl überkam, sie müsse ersticken, wenn sie noch länger da bliebe. Erst viele Jahre später bot sich Caladhiel die Gelegenheit, dem Düsterwald zu entkommen. Es war kurz vor dem Ausbruch des Ringkrieges: viele Elbenfamilien verließen die Hallen Thranduils, um sich in anderen Elbensiedlungen niederzulassen. Auch Caladhiels Eltern waren der Ansicht, dass es ratsamer wäre, die Waldelbenhallen zu verlassen, und so gab sie ihre Arbeit in der Töpferei auf und zog mit ihrer Familie gen Süden, Richtung Lothlórien. Die Reise war das Unglaublichste, das Caladhiel jemals erlebt hat: sie kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, vor allem als sie zum allerersten mal das Nebelgebirge sah. Die Schönheit der Natur überwältigte sie, und in diesem Augenblick nahm sie sich vor, so viel von der Welt zu sehen wie nur irgend möglich. Der Aufenthalt in Lothlórien dauerte nicht lange; auch hier herrschte Aufbruchsstimmung, und so zog die Familie weiter nach Bruchtal. In Bruchtal wurden sie freundlich aufgenommen, und Caladhiel nahm ihre Arbeit in einer ansässigen Töpferstube wieder auf. Einige Jahre lebte sie dort; der Schatten des Ringkrieges zog vorüber, nicht ohne Spuren zu hinterlassen. Immer mehr Elben zogen es vor, Mittelerde zu verlassen - so auch Caladhiels Familie: sie brachen die Zelte in Bruchtal ab. Bis zu den Grauen Anfurten begleitete Caladhiel ihre Eltern und ihre ältere Schwester, und am Hafen fand ein trauriger Abschied statt. Idhrenion und Maerwen konnten die Entscheidung ihrer Tochter, in Mittelerde zu bleiben, nicht gutheißen, doch aufhalten wollten sie, sie nicht, sie war alt genug, selber über ihr Leben zu entscheiden. So kam es, dass Caladhiel alleine zurückblieb, während ihre Eltern über das Meer segelten. Die ersten Wochen waren schwer, doch Caladhiel tröstete sich damit, dass sie ihre Familie eines Tages wiedersehen würde. Und schließlich gab es hier noch so viel zu entdecken, so viele neue Orte zu sehen, dass Caladhiel ihren Schmerz überwand und sich ganz und gar der Wanderschaft widmete. Ihre Reisen führten sie durch das Auenland, über Bree zurück nach Bruchtal und weiter in ihre alte Heimat im Düsterwald. Von dort zog sie nach Esgaroth, dann zurück nach Lothlórien und von dort in den Süden nach Rohan. Nie verbrachte sie mehr als ein paar Jahre an einem Ort; ihr Geld verdiente sie sich mit dem Töpfern oder, wenn ihr Aufenthalt nur ein paar Tage dauerte, mit Gesang und Harfenspiel. Sie lernte viele Leute kennen, und nicht eine Sekunde hat sie ihre Entscheidung, hier zu bleiben, bereut. Nun, nach 42 Jahren Wanderschaft, hat Caladhiel Minas Tirith erreicht, die Stadt an den Hängen der Weißen Berge. <<< Zurück zur Übersicht |
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