~* Baboran "Babo" Brafas*~

Volk:Mensch

Herkunft: Gondor

Alter: 54 Jahre

Information:


Aussehen des Chars :

Ameleya ist 1,70m groß und recht zierlich. Sie hat dunkelbraune Haare, die glatt, aber unten in leichten, großen Locken auf ihren Rücken fallen und ihre hellgrauen Augen blicken aufmerksam. Ihr schmales, längliches Gesicht besitzt keine vollen, aber einigermaßen schön geschwungene Lippen und eine gerade, lange Nase. Ihre volle Stimme klingt meist sanft und unaufdringlich. Ihr Lieblingskleid ist grün, mit einem Ledergürtel gehalten und mit an den Enden etwas geweiteten Ärmeln, auf dem sie eine Kette mit einem Holzanhänger trägt, den ihr, ihr älterer Bruder zum Abschied geschnitzt hat.

Charaktereigenschaften (Persönlichkeit):

Babo Brafas ist ein gedrungener Mann, der eher durch seine Breite als durch seine Größe auffällt. So ist er kaum größer als die meisten Frauen, grob geschätzt keine 5 ½ Fuß, doch vor allem sein Bauchumfang ist für seine geringe Größe beträchtlich. Vor allem sein durch Met, Bier und gutes Essen genährter Bauch, den er wie seinen ganzen Stolz behandelt, fällt auf, da er ihn keineswegs zu verstecken versucht. Wegen seines Alts ist sein ursprünglich braunes Haar schon ergraut, ein dunkles, sattes Grau, das sowohl sein fülliges Haupt, als auch seinen Vollbart und die buschigen Augenbrauen ausmacht. Seine freundlichen Augen haben ein dunkles graugrün, das weder besonders auffällt, noch besonders bestechend ist. Sein Hände, aber vor allem sein Gesicht weißt schon einiges an Lebenserfahrung auf, um es schöne aus zu drücken, so findet man in seinen Zügen sowohl Lach- als auch Sorgenfalten.
Seine Kleidung hat keinerlei Auffälligkeiten an sich. Meist ist er mit festem, durchaus gut gepflegtem Schuhwerk unterwegs, dazu trägt er bräunliche Stoffhosen die durch einen Gürtel oder durch Lederriemen, die man durchaus als Hosenträger bezeichnen könnte, auf Nabelhöhe gehalten werden. Dazu wird sein Bauch von einem ebenfalls aus Stoff bestehenden Hemd in beige, grün oder braun bedeckt und dazu umhüllt ihn meistens eine seiner zahlreichen, von seiner Frau gestrickten Westen, welche mittlerweile jedoch sehr häufig Löcher aufweisen. Den einzigen Wertgegenstand den er je besessen hat und den er immer bei sich trägt ist ein Ring aus echtem Silber, den er seit Jahren nicht mehr abgelegt hat. Er trägt diesen auf seinem linken Ringfinger und ist kaum noch sichtbar, da man beinahe glauben könnte, er wäre in den Finger hinein gewachsen, so fest sitzt dieser. Aus eben dem Grund ist auch die Inschrift „Elena“ lesbar, welche sich auf der Innenseite des Stücks befindet.
Spricht man mit dem alternden Mann, so schallt einem eine lebhafte, etwas raue Stimme entgegen, die einerseits vor Freundlichkeit und Freude nur so sprühen kann, andererseits auch gerissen scharf und bohrend wirken kann, je nachdem wie sympathisch man Babo ist.

Charaktereigenschaften:

Grundsätzlich ist Babo eine fröhliche, zuversichtliche Gestalt, doch wie jeder Mensch – und vor allem schon ins alter gekommene Menschen - hat auch er seine schlechten Tage, an dem kaum mit ihm zu reden ist und er nur leise vor sich hingrummeln im Eck sitzt. Früher waren diese schlechten Tage sehr, sehr selten gewesen und es hatte ihm nicht einmal ein nicht zahlender Kunde die Laune verderben können, doch seit seine Frau vor einigen Jahren gestorben ist, häufen sich diese Tage, vor allem im Winter. Doch vor allem jene, die er nicht mit den Worten „alter Freund! Du wirst ja auch nicht jünger wie man sieht!“ begrüßt, kennen ihn nur als äußerst freundlich, höflich und hilfsbereit. Bei seinen ehemaligen Kunden ist er für seine Genauigkeit, Pünktlichkeit und seinen Fleiß bekannten. Nicht selten ist er in seinen jüngeren Jahren bis spät in die Nacht in der Werkstatt gesessen, um einen Auftrag fertig zu stellen. Dadurch hat er sich einerseits seine Augen frühzeitig ruiniert (denn bei Kerzenlicht lässt es sich nicht gut arbeiten), andererseits oft sehr wenig Zeit für seine Familie gehabt.

Er kann auf Dauer jedoch auch sehr anstrengend werden, vor allem für seine Kinder. Er verbringt sehr viel Zeit bei ihnen, was ihnen einerseits nicht unrecht ist, da er unter anderem die Enkelkinder wirklich liebevoll betreut, doch andererseits hat er die Eigenschaft entwickelt sich überall einmischen zu wollen, überall seine Meinung einbringen zu wollen (außer es handelt sich dabei um die geliebten Kochkünste der Schwiegertöchter) und immer zu glauben, sein Rat wäre gefragt. Wird angedeutet, dass er sich aus etwas heraushalten soll, ignoriert er dies solange als möglich und tut als würde er nicht verstehen was der andere meint. So hält er es auch mit anderen Dingen. Ist jemand zum Beispiel anderer Meinung, oder erzählt ihm jemand etwas, was Babo nicht interessiert, tut er so, als würde er es einfach nicht verstehen, solange, bis der andere es aufgibt. Nur ja keinen Konflikt, so lautet seine Devise.

Lebenslauf:

Geboren als Baboran Brafas ist er der dritte von insgesamt sechs Söhnen und wurde in eine große Familie hineingeboren, die ihren Wohnort seit jeder in Minas Tirith hatte. Er lebte mit seinen Brüdern, seinen Eltern und seiner kinderlosen Tante in einer eher kleinen Wohnung über der Schusterwerkstatt seines Vaters. Er war von jeher der Wildfang der Brüder gewesen und war immer das Problemkind. Aus genau diesem Grund hatte der Vater auch darauf bestanden ihn in das Schusterhandwerk einzuführen, obwohl auch schon der Älteste diesen Beruf erlernte, doch er wollte seinen Sohn schlicht und einfach unter Kontrolle haben. Dies funktionierte jedoch nicht so, wie es sich sein Vater erhofft hatte. Er trieb sich oft herum, kam oft nächtelang nicht nachhause, war bei der Arbeit ungenau und schleißig. Dies änderte sich auch nicht, als er mit knapp 18 Lenzen verheiratet wurde. Während seine Frau unglücklich ihr erstes Kind betreute trieb er sich in Tavernen herum und versoff das eben erst verdiente Geld. Auch die Standpauken des Vaters oder seiner älteren, welche wesendlich fleißiger und „anständiger“ als er waren, halfen nichts.

Doch dann im Jahre 3019 des 3ten Zeitalters als Babofas Anfang 20, untreuer Ehemann und Vater zweier (ehelicher) Kinder war, änderte sich alles. Als der Ringkrieg auch Minas Tirith erreichte musste er erfahren, dass das Leben nicht nur aus Saufgelagen und Weiberfreuden besteht. Er gehörte zwar nicht den Soldaten der Stadtwache an, die in die Schlacht ziehen musste oder die die Stadtmauern halten musste, doch die Angriffe die die halbe Stadt verwüsteten waren schlimm genug. Zwei seiner Brüder die sich freiwillig als Wachen gemeldet hatten, kamen nicht mehr zurück, die Werkstadt seines Vaters war bis auf die Grundmauern zerstört, viele seiner Freunde sah er nie wieder… Die Leichen seiner Ehefrau und seiner zwei Kinder fand man erst nach Tagen in den Trümmern seiner zerstörten Wohnung, er war nicht bei ihnen gewesen als die Angriffe begonnen hatten, weil er sich noch mit einigen Saufkumpanen getroffen hatte, um die Lage der Stadt bei einem Humpen Bier zu besprechen.
Nach diesen Erlebnissen änderte sich einfach alles in Babofas Leben; sein Charakter, seine Einstellung, sein Verhalten, einfach alles. Er half so viel er konnte mit beim Wiederaufbau der Stadt, er schlief so wenig als möglich und hungerte stark ab aus lauter Arbeitswut. Er redete wenig zu dieser Zeit, doch brauchte man ihn nicht einmal zu bitten und er eilte herbei um seine Hilfe an zu bieten. Als der Aufbau beendet war begann er genauer und vor allem mehr als je in der neuen Werkstatt seines Vaters zu arbeiten. Nach kürzester Zeit übernahm er den Laden zur Gänze, da sein Vater wegen einer Verletzung auf der Hand seit den Angriffen auf Minas Tirith nicht mehr so gut arbeiten konnte wie früher.

Erst als er schon Ende 20 war vermählte er sich zum zweiten Mal, diesmal aus freiem Willen und mit ganzem Herzen. Sie hieß Elena, war um fast 10 Lenzen jünger als er und das bezauberndste Wesen das ihm jemals begegnet war. Sie hatte rotes, gelocktes Haar, war um einen halben Kopf kleiner als er und schon damals etwas pummelig. Er sah sie das erste Mal, als sie auf einem Markt das Gemüse ihres Vaters verkaufte und schon nach wenigen Monaten des Umwerbens waren sie vermählt und in die Wohnung über der Schusterei gezogen, die nun endgültig ihm gehörte. Von ihr erhielt er auch den Spitznamen Babo, unter welchem ihn heute jedermann kennt. An Elena wollte er alles wieder gut machen, was er an seiner ersten Familie verabsäumt hatte. Er arbeitete mehr denn je, um seiner Frau, wie auch seinen Kindern alle Wünsche erfüllen zu können, die sie hatten, dadurch schaffte er es zwar, dass seine Familie bis heute niemals Geldsorgen hatte, doch verpasste er auch viele schöne Stunden mit seinen Liebsten. Und trotz allem liebte er seine Frau über alles und lies sie dies auch tagtäglich spüren. So schenkte sie ihm im Lauf der vielen, vielen glücklichen Jahre insgesamt 9 Söhne, wobei ein Zwillingspaar darunter war und „nur“ ein einziger nicht älter als zwei Jahre wurde. Er starb an einer an und für sich nicht schlimmen Verkühlung, doch war er von Anfang an ein eher schwächliches Kind gewesen. Auch war er das letzte Kind, das Elena zur Welt brachte, danach hatte sie zwei Fehlgeburten, bevor sie gar nicht mehr schwanger wurde. Es war ein schweres Jahr für die gesamte Familie gewesen, als Babos Sohn starb. Die Werkstatt war zusammen mit einigen Nachbarshäuser beinahe zur Gänze nieder gebrannt, lange war nicht sicher, ob das Feuer nicht durch den Ofen des Ladens ausgebrochen war, doch schlussendlich fand man die Brandursache in einem der Nachbarsläden. Auch Babos Vater war im selben Jahr gestorben, ein schwerer Schlag für ihn, da er sich niemals getraut hatte über all seine Fehler der Jugend zu sprechen und er nun nie wieder Chance dafür hatte.

Doch umso schlimmer jenes Jahr gewesen war, umso schöner wurden die folgenden! Er und Elena wurden zum ersten Mal Großeltern, das Geschäft lief gut und sie führten ein gemächliches Leben. Jedoch viel zu früh, denn sie war erst um die 40 Lenzen, starb Elena an einer Lungenentzündung! Die Liebe seines Lebens, seine bessere Hälfte war damit mit einem Schlag aus seinem Leben verschwunden. Die nächsten Wochen war er kaum aus der Wohnung zu bekommen, so sehr seine Kinder - die mittlerweile allesamt ausgezogen und großteils selbst Kinder hatten – es auch versuchten, er wehrte sich vehement hinaus zu kommen. Doch was einem nicht umbringt, macht einem stärker und so hat er auch diesen Schlag zwar nicht überwunden aber soweit verkraftet, dass er sein Leben weiter lebt. Doch auch wenn er geselliger denn je – und kaum zuhause ist, hat er seine Frau keinesfalls vergessen. Ganz im Gegenteil: in der Wohnung, aus der er partout und selbst auf Drängen seiner Kinder nicht ausziehen will, hat sich seit dem Tod Elenas nichts verändert; ihr gesamtes Gewand ist noch vorhanden, alles was an sie erinnert. Nur die Küche ist seither stark verstaubt.
So lebt heute der Großteil seiner Familie in Minas Tirith; einer seiner älteren Brüder und zwei seiner Jüngeren, sowie 5 seiner Söhne samt deren Familie und eine Familie eines frühzeitig verstorbenen Sohnes. Auch wenn er noch oft in der unter seiner Wohnung gelegen Werkstatt ist, arbeitet er dort kaum noch etwas, da er nur noch sehr wenig sieht und er auch nicht mehr der flinkste im Schustern ist.

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