~ Das Land Lionos ~



Lionos, das Land der Berge. Kein anderes Land Atanias hat so viele Berge wie dieses. Genau wie die Wüste eine Extreme darstellt, so stellt auch dieses Gebiet eine andere Extreme dar. Kein anderes Volk als die Aeril könnte in den hohen Gebirgen überleben.
In den niedrigeren Tälern gibt es Weideland für das Vieh. Die Aeril kümmern sich gut um ihre Herden, denn sie sind ihre Nahrung, da es gibt kaum Wild zu jagen gibt. Auch ein paar Felder sind in den niedrigen Regionen angelegt, obwohl sie das meiste Getreide aus Dhiarma beziehen. Zum Landesinneren hin fallen die Berge seicht ab, zu der Meerseite hin fallen steile Klippen in das Meer hinab.

Klima

Durch die Berge wehen starke Winde. Wolken von Norden her werden permanent durch das Land getrieben und bringen Schnee und Kälte. Besonders im Winter fegen Schneestürme über das Land. Die Luft in den Bergen ist dünn, weshalb nicht jeder dort zu überleben vermag.


Aerillia

Das sagenumwobene Aerillia ist der Stolz der Aeril. Sie ist gelegen an den steilen Hängen der windgeschützten Seite des Schneefallgebirges, den höchsten Bergen Lionos’. Hier entsprang zur Schöpfung Atanias das Volk der Aeril.
Zweimal ist die Hauptstadt durch Erdbeben fast gänzlich zerstört worden, doch das Volk wollte die Stadt nicht aufgeben und baute sie immer wieder neu auf.
Die Stadt ist ein Meer aus Brücken und Terrassen, die aus dem Felsen hinausragen und ins Nichts zu führen scheinen. Unzählige Türme, die oft über 50 Meter hoch sind, ragen von Felsvorsprüngen und sind teilweise durch Brücken mit anderen Türmen und Gebäuden verbunden. Die Terrassen sind großzügig angelegt, da die Aeril zum Landen und Abheben viel Platz brauchen.

Da Aerillia nicht auf einer geraden Fläche liegt, hat sie sich auf dem Berg ausgebreitet. Zwischen dem höchsten und niedrigsten Gebäude liegen über 500 Meter, seitwärts erreicht die Stadt eine Länge von knapp 3 Kilometern.

Die Aeril haben die Kunst des Steinhauens perfektioniert und viel Wert auf Details bei dem Bau der Stadt gelegt. Türen und Fenster sind umgeben von filigranen Mustern, selbst Schilder sind in Stein gehauen, da es so gut wie keine Bäume in Lionos gibt.

Noch kein Fremdländer hat es jemals in die Stadt geschafft, ein Aufstieg wäre unmöglich, es gibt in den steilen Gebirgen kaum Pfade, da die Aeril auf diese nicht angewiesen sind. Selbst wenn ein Fremdländer Aerillia erreichen würde, würde er sich kaum fortbewegen können. Es ist die Stadt der Geflügelten und für diese ist die Stadt auch erbaut. Die meisten Brücken dienen nur der Stabilisierung als das jemand über sie gehen würde.

Der hohe Rat hat seinen Sitz in der Stadt. Die Ratshalle ist eine riesige, geschlossene Kuppel, halb in den Fels geschlagen. In der Mitte der Halle befindet sich ein runder Tisch, an dem die Ratsmitglieder ihren Platz einnehmen. Zu einer Seite hin ist der Tisch geöffnet, so dass Bittsteller in die Mitte treten können. Etwas weiter entfernt ist eine weitere runde Tafel für die Berater des Rates. Rund um sind Ränge angelegt, denn jeder Bürger kann den Ratssitzungen, die in der Ratshalle stattfinden, beiwohnen. Bis zu 500 Aeril finden in den hohen Rängen Platz.

Aerillia mit ihren unzähligen Vierteln ragt tief in den Berg hinein, wenngleich die Erbauer darauf bedacht waren den Berg nicht zu durchwühlen wie ein Maulwurf, da sie Sorge hatten der Berg könnte dadurch zerbrechlich werden.
Es gibt vier Marktplätze, die alle in großen Hallen im Berg gelegen sind. Diese Hallen dienen auch als Notunterkunft, falls starke Schneestürme toben.

Das Viertel, welches am niedrigsten gelegen ist, ist das Viertel der Steinmetze. Von hier aus haben sie leichter Zugriff auf die umliegenden Berge, um von dort Steine zu beziehen.

Die Akademie der Heiler ist unweit der Ratshalle. Es ist ein imposantes Gebäude, in dem selbst bei Nacht Heiler durch die endlosen Gänge eilen. In der Akademie ist auch das Krankenhaus integriert.


Faliou

Faliou entstand im Jahre 450. Die Aeril haben die Wälder von Taran in Augenschein genommen und die Stadt lag nah genug, um regelmäßig über die Landesgrenze zu fliegen und Bäume abzuholzen. Das Klima in der Stadt ist bei weitem milder da sie niedriger gelegen ist.
Sie ist ähnlich aufgebaut wie Aeril, natürlich nicht so groß und pompös, doch die Bauweise ist die gleiche. Nicht weit von der Stadt entfernt liegen saftige Weiden und so kam es, dass viele Herden nach Faliou gebracht wurden, da die Weidegründe größer und das Klima milder war. In der heutigen Zeit ist es ein ruhiges Städten, die Plündrereien sind vorüber und zurückgeblieben sind fast nur noch Viehhirte und einige Heiler, die sich den Kräutern der Region verschrieben haben.


Cierille

Auf den ersten Blick erkennt man die Stadt als Unwissender nicht. Sie gleicht viel mehr einer Anreihung von Höhlen als einer wirklichen Stadt.

Auf den niedrigeren Bergen des Sandsteingebirges gelegen ist das Klima dort deutlich wärmer. Die Nähe zu Mani bringt warme Winde in die Berge, so dass nur die Gipfel mit Schnee bedeckt sind.

Die Höhlen, in denen die Bewohner hausen, sind fast natürlichen Ursprungs. Entdeckt wurde die Stadt vor ungefähr 400 Jahren bei einem Erkundungsflug. Die weitläufigen Höhlensysteme bieten Schutz und sind hoch genug, dass die Aeril bequem stehen konnten. Einige Höhlen sind sogar so hoch und weiträumig, dass sie das Fliegen ermöglichen. Aus diesem Grund machten sich die Aeril nicht die Mühe eine Stadt an den Berg zu erbauen, sondern breiteten sich innen aus.
Bei einem Ausbau Cierilles stießen die Aeril auf Kohle. Nach und nach merkten sie, wie hilfreich dieser Stoff war und heute gibt es tiefe Bergwerke, die Kohle ans Tageslicht fördern. Die Entdeckung der Kohle war ein ausschlaggebender Punkt, der die Entwicklung Atanias voran trieb.


Siniala

Die Festung ist ein Überbleibsel aus dem großen Krieg gegen die Miarieh. Da diese über Schiffe verfügen und über das Element Wasser herrschen, fürchteten die Aeril einen Angriff vom Meer aus. Aus diesem Grund ist eine Festung errichtet worden, um die Meeresseite zu beobachten. Sie ist nicht sonderlich groß und dient mehr als Wachposten. Heute lebt kaum noch jemand in der Burg. Einige Krieger wurden her geschickt, damit die Festung nicht gänzlich verfällt.


Kartinos

Benannt wurde die Festung nach dem großen Krieger Dutanis Kartinos, der im Krieg gegen die Tatmani den entschiedenen Stoß machte, der letztendlich zum Sieg führte. Er erlag seinen schweren Verletzungen, doch deutlich wurde, dass man eine Festung zum Landesinneren brauchte, um die umliegenden Länder zu beobachten, wurde sie zu seinen Ehren errichtet.

Die Festung ist gigantisch und wirkt für fremde Augen angsteinflössend, da sie wie ein Schlund aus dem Berg ragt. Ihre Konturen sind kantig. Da sie niedrig gelegen ist können auch Fremdländer sie erreichen, weshalb viele Zacken in den Fels geschlagen wurden, um ihnen ein Eindringen in die Festung zu erschweren.

Heute dient die Festung als Übermittler zwischen Aerillia und Dhiarma. Waren werden hier zwischengelagert und der Zug von Dhiarma hat hier seinen Halt in Lionos.


Miella und Sismao

Die beiden Eilande wurden entdeckt als die Festung Siniala errichtet wurde und man oft Wachflüge über das Meer machte. Die zwei Inseln, ungefähr 150 Kilometer vom Festland entfernt, bieten fruchtbaren Boden für den Anbau von Getreide und Gemüse.

Ein paar Freiwillige entschlossen sich dazu ein Heim auf den Inseln zu errichten, um dort den Anbau der Lebensmittel vorzunehmen. Das Klima ist regnerisch, aber angenehm. Vieh wurde auf die Inseln gebracht, es wurden Weiden und Felder abgesteckt und bis heute sind die Erträge eine der wichtigsten Vorratsquellen für Aerillia.
Das Städtchen auf Miella heißt Cicious, was bei den Aeril so viel bedeutet wie „fruchtbares Land“. Ebenfalls wird hier Meersalz gewonnen und auch Fischfänger haben sich hier angesiedelt.

Klick auf ein Bild, um es in groß zu sehen: